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Umland Gehrden Nachrichten BI startet neue Unterschriftenaktion
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11:34 13.09.2018
Die Bürgerinitiative "Wir sind Gehrden" ist mit dem neuen B-Plan für Steinweg 25 nicht einverstanden. Quelle: Wirausky
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Gehrden

Ein Etappenziel hat die Bürgerinitiative (BI) „Wir sind Gehrden“ erreicht. Der geplante Bau eines neuen Wohn- und Geschäftshauses auf der Fläche am Steinweg 25 darf die bisherigen Grundstücksgrenzen nicht überschreiten. „Mit unserer Aktion, dass der Marktplatz nicht kleiner werden soll, hatten wir Erfolg“, sagt Hartmut Weimar. Zufrieden sind Aktivisten aber dennoch nicht. Sie haben Einwände gegen den neuen Bebauungsplan für den Bereich des Hauses Steinweg 25. „Und die werden wir nun geltend machen“, kündigt Weimar an. Deshalb wird die BI morgen sowie am 22. und 29. September auf dem Bauernmarkt eine neue Unterschriftenaktion starten. Der Grund: Zwar haben Verwaltung und Politik im Vorfeld des neuen B-Plans versprochen, die BI an dem Verfahren zu beteiligen. „Doch dieses Versprechen wurde nicht eingehalten“, sagt Weimar. Deshalb werde die Gruppe nun Einsprüche sammeln und an das Rathaus weiterleiten.

Dabei hatte die BI schon frühzeitig ihre Ideen zur Umgestaltung der Fläche eingereicht. „Wir sind davon ausgegangen, dass sie im Vorfeld in den B-Plan eingepflegt werden würden“, sagt Edmund Jansen. Doch das sei nicht geschehen; mit der Begründung, das Papier der BI sei nicht offiziell zugestellt worden. „Eigentlich wollten wir so das Verfahren verkürzen“, sagt Eva Ehrenberg-John; doch nun wird es sich eher in die Länge ziehen. „Uns ist es wichtig, dass der aktuelle B-Plan ergänzt und verändert wird“, sagt sie. Nach dem vorliegenden Entwurf werde der Neubau zwar kürzer, aber nicht besser. Unter anderem stört sich BI an der im B-Plan vorgesehenen Traufhöhe von acht Metern. „Das ist nicht akzeptabel“, sagt Ehrenberg-John. Die Sicht auf die Kirche werde dadurch stark eingeschränkt. Ferner sei das Problem des Nachweises von Einstellplätzen bislang nicht gelöst. Außerdem fehlen die Bäume, die unmittelbar im Osten des Grundstücks stehen, im vorliegenden B-Plan. „Wenn sie gefällt werden sollen, dann müssen sie durch entsprechende Neupflanzungen ersetzt werden“, fordert Weimar. Auch die nachrichtliche Übernahme des Denkmalschutzes für das Haus am Steinweg 25 vermisst die BI.

Auf die Verwaltung kommt nun womöglich eine bürokratische Fleißarbeit zu. Sie muss den Eingang eines jeden Einwands einzeln bestätigen; zudem muss sie alle Eingebungen auswerten und der Politik vorlegen. Unnötig sei das, gibt Weimar zu. Aber: „Die Bereitschaft mit uns zusammenzuarbeiten hat sich leider nicht bestätigt“, sagt er. Deshalb gehe die BI nun diesen Weg.

Die Initiative der Stadt, die Bürger an der Gestaltung des Marktplatzes mitwirken zu lassen, begrüßt die BI im Übrigen. Allerdings: „Es darf nicht nur eine Wünsch-Dir-Was-Veranstaltung gewesen sein“, sagt Ehrenberg-John. Der weitere Prozess müsse vielmehr professionell begleitet werden. „Von Experten“, sagt Ehrenberg-John. Sie ist allerdings guter Hoffnung. „Die Stadt hat ein gutes Planungsbüro verpflichtet“, meint sie. Es sei aber wichtig, eine Rückmeldung an die beteiligten Bürger zu geben. Die Stadt hatte Ende August alle interessierten Gehrdener sowie Anwohner, Geschäftsleute und Markthändler zu einem Workshop zur Gestaltung des Marktes in das Rathaus geladen. Dort wurden Anregungen, Ideen und Wünsche gesammelt. Sie sollen nun ausgewertet und Ende November vorgestellt werden.

Von Dirk Wirausky

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