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Umland Gehrden Nachrichten Beeindruckendes MCG-Gastspiel im Emsland
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13:08 05.09.2018
Großartiges Gastpiel im emsländischen Ahmsen: Schüler des MCG zeigen dort das Stück "Madame Laurent". Quelle: Rainer Leutert
Gehrden

Erschöpft, ausgepowert, aber wunderbar glücklich – so war der Gemütszustand von Lehrer Ludger Deters nach dem Gastspiel der Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums auf der Waldbühne in Ahmsen. Die Jugendlichen führten in der Heimat von Deters das Stück „Madame Laurent“ auf – und es wurde ein voller Erfolg. Die rund 700 Zuschauer, darunter etwa 80 Theaterfreunde aus dem Calenberger Land, verabschiedeten die Gehrdener Schüler mit Standing Ovation. „Es war ein großartiger Abend“, sagte Deters, der vor seiner Zeit als MCG-Lehrer selbst auf der Bühne im emsländischen Ahmsen gestanden hat.

Einfach nur glücklich: Die beiden Lehrer Sebastian Harms (links) und Ludger Deters. Quelle: Alves

Es war unter mehreren Aspekten ein beeindruckende Veranstaltung: Deters kehrte mit seinem Kurs Darstellendes Spiel auf jene Bühne zurück, auf der er von Kindesbeinen an als Darsteller gestanden hat. Die Kulisse war imposant: 700 Besucher waren gekommen, um sich das Gastspiel der Gehrdener Gymnasiasten anzuschauen. Und Deters war es auch gelungen, dass Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers nach Ahmsen gekommen war und die Grußworte sprach. Hilbers war begeistert vom Engagement der MCG-Schüler. „Hinter der Bühne konnte ich spüren, mit wie viel Leidenschaft und Herzblut die jugendlichen Darsteller bei der Sache sind“, sagte der Finanzminister zu Beginn der Aufführung. Durch solch ein Gastspiel bringe Kultur Menschen zusammen. So etwas gelinge nur, „wenn Lehrer wie Ludger Deters und Sebastian Harms überaus engagiert für eine Sache brennen und wenn Schulen für solche Projekte Ressourcen und Freiräume gegeben werden“, meinte Reinhold Hilbers.

Madame Laurent (Marlene Wybraniec) im Gespräch mit dem jungen Piere Morhange (Julius Herzig). Quelle: Alves

Hilbers und die Besucher sahen anschließend das Stück „Madame Laurent und ihre Kinder“ nach Motiven des französischen Films „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Die MCG-Schüler hatten es im Juni bereits mehrfach in Gehrden aufgeführt. Auch die emsländische Presse zeigte sich begeistert: „Aus dem großen Ensemble der 80 Akteure jemand besonders hervorzuheben, wäre ungerecht. Und trotzdem kommt man nicht daran vorbei, vor allem die drei jüngsten Darsteller aus dem sechsten Jahrgang extra zu erwähnen: So erzeugte Julius Herzig als junger Morhange mit seiner Engelsstimme pure Gänsehaut mit seinem Solo. Ebenso überzeugen konnten Max Rupnow als junger Pépinot und Tom Mikley als Corbin. Hervorgehoben werden muss aber auch Marlene Wybraniec als Madame Laurent, die mal feinfühlig und emotional, mal energisch und kämpferisch, aber immer präzise und auf den Punkt ihre Rolle verkörperte“, heißt es in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das Fazit: „Eine rundum gelungene und nahezu professionell inszeniertes und dargestelltes Stück, das die Besucher zum Ende zu langanhaltenden und stehenden Ovation hinreißen ließ.“

Die erwachsenen Morhange alias André Leutert (links) und Pèpinot (Armin Pritsch) blättern im Tagebuch der Madame Laurent und erinnern sich an die Vergangenheit im Internat. Quelle: Martin Reinholz

Äußerst zufrieden war auch der für den musikalischen Teil der Aufführung zuständige Musiklehrer Sebastian Harms. Anfangs habe er das Gastspiel in Ahmsen als eine „riesige Herausforderung“ gesehen. „Die außergewöhnlich gute Technik der Bühne und die dabei zuvorkommenden Techniker und alle Helfer der Waldbühne haben das Gastspiel zu einem hervorragenden Ereignis gemacht“, lobte Harms das Ambiente in Ahmsen.

Julius Herzig begeistert als Piere Morhange. Quelle: Martin Reinholz

Kurz vor Mitternacht ging es dann für die Theatergruppe zurück nach Gehrden. Mit einer Wurst im Brötchen machten sich die begeisterten und zufriedenen Gymnasiasten auf die etwa dreistündige Heimfahrt. Um 2.30 Uhr seien schließlich alle Requisiten im MCG verstaut gewesen, berichtete Deters. Der Abschluss eines Ereignisses, das nicht nur für ihn unvergesslich bleiben wird.

Von Dirk Wirausky und Martin Reinholz

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