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Umland Gehrden Nachrichten Ein Hort der kleinen Forscher
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12:56 25.02.2019
Taut er auf oder nicht: Yiming, Yining, Liam und Amin folgen gespannt, wie sich der Eiswürfel langsam in Wasser auflöst. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Wie gebannt schauen Yiming und Amin auf den Eiswürfel, während Liam ordentlich Salz darüber streut. Die drei Neunjährigen wollen den kleinen Eisblock zum Schmelzen bringen, um die kleinen darin eingefrorenen „Diamanten“ freizulegen. Es ist eine Station im Hort Am Castrum, an dem sich Jungen und Mädchen tummeln. Sie experimentieren, basteln, malen und handwerkern. „Hier ist immer was los“, sagt Britta Häupl, Fachdienstleiterin Kinder, Jugend und Familie und Leiterin des Familien- und Kinder Servicebüro der Stadt Gehrden. Sie ist begeistert von dem Eifer und Forscherdrang der Kinder.

Joel (von links), Mika, Becky und Sinem bauen einen Bienenstock. Quelle: Dirk Wirausky

Überraschend ist das allerdings nicht. Die Voraussetzung für den wissenschaftlichen Ehrgeiz der Grundschüler haben die Erzieherinnen geschaffen. Die Fachkräfte der Einrichtung haben sich freiwillig fortgebildet und sich dabei vermitteln lassen, wie sie im pädagogischen Alltag den Forscherdrang bei Kindern wecken und altersgerecht begleiten können. Unter dem Titel „Forscher-Kids Region Hannover“ ist die Region Hannover Kooperationspartnerin der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Sie organisiert die Fortbildungen und finanziert die Personal- und Sachkosten.

Auszeichnung für freiwilliges Engagement der Erzieherinnen

„Die Mitarbeiter wollten das unbedingt“, sagt Häupl. So wie Birgit Hasselbring. Es sei ein wunderbares Angebot mit zahlreichen praktischen Übungen, sagt sie. Mit Experimenten und anschaulichen Arbeitsmaterialen werde Naturwissenschaft, Mathematik und Technik spielerisch begreifbar gemacht. Ziel im Hortalltag ist es dann, das Interesse der Kinder zu wecken und solche Impulse zu setzen, dass sich daraus Forscherfragen ergeben. „Und die versuchen wir dann gemeinsam zu lösen“, sagt Hasselbring. So viel freiwilliges Engagement der Erzieherinnen wird auch belohnt. Der Hort ist zum zweiten Mal zum „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert worden. Die Urkunde wurde von Alexandra Igel-Brée, Koordinatorin des Netzwerks Forscher-Kids in der Region Hannover, übergeben.

Annika Ilse (von links), Katharina Hirsch, Katja Knox und Birgit Hasselbring (Zweite von rechts) haben sich fortbilden lassen, um Kinder zum Forschen zu animieren. Alexandra Igel-Brée hat den Hort Am Castrum dafür ausgezeichnet. Sehr zur Freude von Britta Häupl (rechts). Quelle: Dirk Wirausky

Doch solch ein Zertifikat müsse auch mit Leben gefüllt werden, sagt Häupl. Am Castrum funktioniert das. Und während eine Gruppe Eiswürfel auftaut, werden an einem anderen Tisch Warmluftspiralen gebastelt und im Nachbarraum Bienenstöcke gebaut. „Das ist spannend“, sagt der zwölfjährige Joel, der gemeinsam mit Mika, Becky und Sinem eine neue Behausung für ein Bienenvolk werkelt. „Es laufen immer irgendwelche Forscherprojekte – auch ohne besondere Vorgaben“, erzählt Häupl. Es ist halt ein Hort der kleinen Forscher.

Von Dirk Wirausky

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