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Umland Gehrden Nachrichten Kaum Gewerbeflächen im Stadtgebiet
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13:21 12.07.2018
Am Bünteweg ist eines von drei Gewerbegebieten in Gehrden. Die Flächen sind vermarktet. Quelle: Wirausky
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Gehrden

Die Gewerbeflächen in der Region Hannover werden knapp. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Zwar ist der Gewerbeflächenumsatz im vergangenen Jahr regionsweit um die Hälfte zurückgegangen, dennoch droht in den meisten Kommunen mittelfristig ein Engpass an verfügbaren Gewerbeflächen: Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Gewerbeflächenmonitoring, das die Region Hannover jährlich herausgibt.

Die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung will der drohenden Flächenknappheit mit einer Reihe von Maßnahmen begegnen: Gemeinsam mit den regionsangehörigen Städten und Gemeinden hat sie Leitlinien für die kommenden fünf Jahre entwickelt, die der Erschließung neuer Standorte und der Revitalisierung von Gewerbebrachen dienen. Darüber hinaus richtet die Region einen regionalen Investitionsfonds für die Gewerbeflächenentwicklung ein. „Nach unserer Analyse benötigen alle Kommunen einen Grundstock an Gewerbeflächen mit B-Plan, der für mindestens fünf Jahre ausreicht“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

In Gehrden beispielsweise stehen derzeit keine Gewerbeflächen mit einem B-Plan zur sofortigen oder späteren Vermarktung bereit. In Frage kommen im Stadtgebiet dafür laut Analyse der Region 12,4 Hektar in Gehrden-Ost, am Bünteweg und im Westen Gehrdens an der Levester Straße. Seit 1992 sind Gewerbeflächen in einer Größenordnung von 24,7 Hektar entwickelt worden; davon knapp 1 Hektar im vergangenen Jahr.

Noch ein grüner Acker, aber die Stadt plant das Gewerbegebiet Ost um vier Hektar zu erweitern. Quelle: Wirausky

Fest steht, dass die Stadt das Gewerbegebiet Ost zwischen der Ronnenberger Straße und der Verlängerung der Langen Feldstraße um etwa vier Hektar erweitern wird. Die Politik hat bereits grünes Licht für die Aufstellung eines Bebauungsplans gegeben. „Es gibt vor allem Interesse und Ideen von bereits ansässigen Gewerbetreibenden und Firmen“, sagt der Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt, Wolfgang Middelberg. Partner ist die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), der an der Umsetzung, Erschließung und Vermarktung der Flächen interessiert ist. Allerdings: Zuvor wird es ab Frühjahr nächsten Jahres eine archäologische Voruntersuchung geben. Erst dabei klärt sich, ob die Entwicklung der Fläche auch wirtschaftlich ist „Wir müssen perspektivisch Flächen anbieten, falls es Interessenten gibt“, sagt Middelberg. Ein solches habe jahrelang gefehlt, inzwischen gebe es eine gewisse Nachfrage. Durch die nahezu komplette Vermarktung des Gewerbegebietes Bünteweg sei dort inzwischen keine Gewerbeansiedlung mehr möglich. Und weitere Angebote könne die Stadt nicht machen. „Wir haben aktuell keine Gewerbeflächen, weil Grundstückseigentümer nicht verkaufen wollen“, beschreibt Middelberg den eingegrenzten Handlungsspielraum. Da nutzen auch die Idee und Initiativen der Region wenig.

Von Dirk Wirausky

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