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Umland Gehrden Nachrichten Weniger Stau durch neue Ampelphasen
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15:28 10.01.2018
Vor allem im Berufs- und Feierabendverkehr kommt es auf der Schulstraße regelmäßig zu Staubildungen und zähflüssigem Verkehrsfluss. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

 Am Vormittag und am frühen Nachmittag hält es sich noch in vertretbaren Grenzen. Im Berufs- und Feierabendverkehr kommt es aber auf der Schulstraße regelmäßig zu längeren Staus, zähflüssigem Verkehr und Wartezeiten – vor allem vor den großen Ampelkreuzungen. Das sehen zumindest die Kommunalpolitiker aus der Gruppe Grüne/Linke so. „Wir halten die Situation für problematisch und wollen eine Diskussion anregen, welche Instrumente geeignet sind, um den Verkehrsfluss künftig dort zu verbessern“, sagt der Vorsitzende der Gruppe, Heinz Strassmann. In einem gemeinsam formulierten Antrag sprechen sich Grüne und Linke deshalb jetzt dafür aus, eine Verkehrsanalyse in Auftrag zu geben und möglicherweise die Schaltungen von vier Ampelkreuzungen zu synchronisieren – also eine sogenannte grüne Welle auf der Schulstraße einzurichten.

Hintergrund ist laut Strassmann eine erhebliche Verkehrszunahme auf der Hauptverkehrsader in der Kernstadt. „Durch die beiden neuen Wohngebiete Thiemorgen und Neddernholz hat der Verkehr vor allem im Bereich Nedderntor deutlich zugelegt“, sagt Strassmann. Grüne und Linke erwarten dort wegen des bevorstehenden Lidl-Neubaus gegenüber der katholischen Bonifatiuskirche mittelfristig aber noch wesentlich mehr Fahrzeuge als bisher. Hinzu komme langfristig auch noch das dritte Neubaugebiet „Langes Feld III“ im Osten der Kernstadt.

Problematisch sei vor diesem Hintergrund aber nicht nur die Gefahr von zunehmender Staubildung. Vor allem an den Ampeln sorge der Stop-an-Go-Verkehr für erhöhte Lärm- und Abgasbelästigung, so Strassmann. Der Vorschlag der Gruppe Grüne/Linke: „Um den Verkehr möglichst reibungslos fließen zu lassen, erscheint eine synchronisierte Verkehrsleitung auf der Schulstraße besonders dringlich“, heißt es in ihrem gemeinsamen Antrag.

Strassmann erläutert: „Auf der Strecke vom südlichen Ortseingang bis zur Kreuzung Nedderntor gibt es nacheinander insgesamt vier jeweils für sich geschaltete Ampelanlagen, dazu kommen zwei Fußgängerampeln“, so der Gruppenvorsitzende. Bei einer sogenannten grünen Welle würde eine gewisse Geschwindigkeit der Autos zugrunde gelegt. „Dann werden die Ampeln so geschaltet, dass die Autos in einer Grünphase an den jeweils nächsten Kreuzungen ebenfalls nicht anhalten müssten“, so Strassmann. So sei es möglich, Staubildungen zu reduzieren und rasch aufzulösen. Die Ratsgruppe hat sich gut informiert: „Da die Wirksamkeit von synchronisierten Ampelschaltungen von der Verkehrsdichte abhängig ist, muss dazu eine Verkehrsanalyse vorgenommen werden“, fordern Grüne/Linke im Antrag. „Wenn es andere Lösungen gibt, sind wir auch offen dafür“, betont Strassmann schon vor dem Beginn der Debatte im städtischen Verkehrsausschuss.

Von Ingo Rodriguez

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