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Nachrichten Heldermann: Rote Schule kann Treffpunkt werden
Umland Gehrden Nachrichten Heldermann: Rote Schule kann Treffpunkt werden
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00:15 09.04.2014
In der Roten Schule Am Nedderntor sind zurzeit die Volkshochschule und der Kindergarten Nedderntor untergebracht. Quelle: Wirausky
Gehrden

Mehrgenerationenhaus in der Innenstadt? Ja oder nein? Das Thema ist vornehmlich von den Bündnisgrünen in die politische Diskussion gebracht worden. Sie fordern ein Mehrgenerationenhaus im Stadtzentrum und denken dabei vor allem an das Gebäude der ehemaligen Bäckerei Gehrke in der Fußgängerzone. Dort könnten aus Sicht der Grünen Wohnungen eingerichtet werden.

Heldermann ist zurückhaltend. „Wir bräuchten dann eine Gemeinschaft, die auch als Investor auftritt“, sagt er. Und beim Gehrke-Haus müsste der Rahmenplan geändert werden. Zurzeit ist dort im Erdgeschoss Einzelhandel geplant. Grundsätzlich lehnt Heldermann zwar ein Mehrgenerationenhaus als Wohnform nicht ab, „ich glaube aber nach wie vor, dass wir die Innenstadt vor allem mit Handel attraktiver machen“, sagt er.

Heldermann hat aber eine andere Idee. Die Rote Schule, in der gegenwärtig noch der evangelische Kindergarten untergebracht ist, sei ein guter Standort, um dort eine Art Mehrgenerationentreffpunkt einzurichten. Nach dem Bau eines neuen Kindergartens im Großen Neddernholz und dem Auszug der Kinder aus der Roten Schule könnten dort in den Räumen beispielsweise Bildung, Kultur, Stadtarchiv, Musikschule und Seniorentreffen zusammengefasst werden. Die Umgestaltung des Gebäudes könnte mithilfe von Fördermitteln finanziert werden.

Wicke plant Initiativgruppe

Die unabhängige Bürgermeisterkandidatin Gisela Wicke treibt ihren Plan, in der Innenstadt ein Mehrgenerationenhaus einzurichten, zielstrebig voran. Bei einem Informationsabend am Freitagabend im Ratskeller haben zahlreiche Teilnehmer Interesse daran bekundet, in einer Initiativgruppe Rahmenbedingungen für einen offenen Treffpunkt in der City zu erarbeiten. „Es geht jetzt darum, konkret zu schauen, ob, wo und wie das umzusetzen ist“, sagte Wicke vor rund 30 Besuchern. Sie will auch Vereine in die Arbeit einbinden und Kleingruppen für Themenschwerpunkte bilden.

Vertreter der bereits bestehenden Mehrgenerationenhäuser in Pattensen und Burgdorf hatten zuvor auf Wickes Einladung über mögliche Formen und Wege zur Umsetzung referiert. In den Präsentationen wurde deutlich, wie unterschiedlich die Angebote sein können: In den Einrichtungen gibt es unter anderem Bildungskurse, Integrationsarbeit, ehrenamtliches Engagement, Betreuungsangebote, haushaltsnahe Dienstleistungen und eine offene Begegnungsstätte als Herzstück – möglichst mit Garten, in enger Kooperation mit der Kommune und gefördert mit Geld aus dem Sozialfonds der Europäischen Union. Eine Wohnanlage gibt es weder in Burgdorf noch in Pattensen. Trotzdem gelten beide Häuser als „nicht mehr wegzudenken“, waren sich die Leiterinnen Annette Köppel und Ursula Wieker einig. Bundesweit entsprechen rund 450 Häuser den Förderrichtlinien. Betreiber können Vereine sein.

Um das in Gehrden möglich zu machen, wollen sich die Befürworter nicht auf einen einzigen Standort wie das favorisierte Gehrke-Haus festlegen. „Es gibt auch das alte Feuerwehrhaus und Leerstände“, sagte Grünen-Ratsherr Daniel Urban. Fraktionskollegin Eva Kiene-Stengel wurde politisch: „Wir brauchen keine neuen Parkplätze für neue Leerstände. Jetzt muss es laut werden in der Bevölkerung.“

Dirk Wirausky und Ingo Rodriguez

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