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Umland Gehrden Nachrichten Studenten analysieren die Verkehrsbelastung in Gehrden
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00:29 20.04.2018
Striche machen: Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim zählen am Verkehrskreisel im Nordosten von Gehrden die vorbei fahrenden Autos, Fahrräder, Linienbusse und auch querende Fußgänger. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

 Die Verkehrsbelastung in der Kernstadt als Forschungsprojekt für angehende Bauingenieure im Vertiefungsstudium: An gleich fünf Verkehrsknotenpunkten in Gehrdens Innenstadt und der näheren Umgebung haben Studenten der Hildesheimer Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft (HAWK) in der vergangenen Woche stundenlang vorbeifahrende Fahrzeuge, Radfahrer und Linienbusse gezählt. Erfasst und dokumentiert wurden aber auch querende Fußgänger sowie die Parkraumauslastung der umliegenden Straßen – Strich für Strich und hoch konzentriert. „Wir zählen in Vierergruppen, auch den Öffentlichen Personennahverkehr und freie Parkplätze“, sagte die 26-jährige Studentin Janina Eilers.

Die Stundentin Janina Eilers von der Hochschule in Hildesheim zählt an der Kreuzung von Stadtweg und Schulstraße vorbei fahrende Autos, Fahrräder, Linienbusse und auch querende Fußgänger. Quelle: Ingo Rodriguez

Sie war mit rund 25 Kommilitonen aus dem ersten Semester des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen gleich mehrmals in die Burgbergstadt gereist. „Erst gab es eine Ortsbesichtigung, dann die Verkehrszählung“, sagte die junge Frau. Ziel sei es, die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung zu ermitteln.

Die Studenten mit Bachelorabschluss waren für das im Masterstudiengang aufgelistete Vertiefungsmodul „Kommunale Verkehrskonzepte“ nach Gehrden gekommen – im Auftrag ihrer Dozenten: Das Modul wird geleitet von den beiden Lehrbeauftragen Daniel Seebo, Ingenieur und Gesellschafter eines Verkehrsplanungsbüros in Hannover, und Conrad Vinken, Ingenieur und Leiter des Teams „Unterhaltung und Erneuerung Straßeninfrastruktur“ der Region Hannover. Beide bringen bereits seit längerer Zeit ihre Berufserfahrung in verschiedenen Modulen der HAWK ein.

Auf einem speziellen Vordruck erfassen die Studenten mit einer Strichliste das Verkehrsaufkommen. Quelle: Ingo Rodriguez

„Ziel der Aktion ist die Erstellung eines Konzepts für alle Verkehrsarten“, sagte Seebo. Die Studierenden sollen demnach lernen, wie ein solches Konzept erstellt wird und welche Arbeitsschritte dafür erforderlich sind – außer der Dokumentation der Verkehrsbelastung. Hintergrund der Reise nach Gehrden: „Für das Modul werden Kleinstädte ausgewählt, die überschaubar sind, aber genügend verkehrliche Potenziale bieten“, sagte Seebo. Gehrden sei nach Pattensen und Sehnde bereits die dritte Stadt, die für das seit drei Jahren angebotene HAWK-Modul betrachtet werde.

Was jedoch in Gehrden die Kommunalpolitiker besonders interessieren wird: „Das erarbeitete Konzept dient zwar in erster Linie der Übung, kann aber Kommunalverwaltungen und Politikern auch Hinweise liefern“, sagt Seebo. Deshalb seien die Ergebnisse bislang immer von den Stundenten auch der lokalen Politik vorgestellt worden. So sei es auch für die Gehrdener Expertise geplant.

Notiz am Rande: Wegen der bevorstehenden Neueröffnung eines Lidl-Marktes und eines deshalb geplanten Kreisverkehrs an der Kreuzung Nedderntor/Schulstraße/Ronnenberger Straße gibt es in Gehrden schon länger kommunalpolitische Pläne, ein Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben. Ziel ist es, den durch die Baugebiete und den neuen Discounter zunehmenden Verkehr künftig möglichst reibungslos fließen zu lassen.

Von Ingo Rodriguez

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