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Nachrichten Modellfluggruppe Barsinghausen stellt in Festhalle Gehrden Modelle aus
Umland Gehrden Nachrichten Modellfluggruppe Barsinghausen stellt in Festhalle Gehrden Modelle aus
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11:11 07.03.2018
Thomas Chmielnik bei den letzten Feinarbeiten an seiner Blériot XI. Quelle: Marcel Sacha
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Gehrden

 Um ihre Schmuckstücke unter freiem Himmel starten zu lassen, ist es noch zu früh beziehungsweise zu kalt. Im Winter verbringen Modellflieger die meiste Zeit in ihrer Werkstatt oder auf Ausstellungen. Letzteres war am Sonntag wieder der Fall: In der Festhalle Am Castrum hat die Modellfluggruppe Barsinghausen am Nachmittag ihre Motor- und Segelflugzeuge, Hubschrauber und Quadrokopter in allen Varianten und Formen der Öffentlichkeit präsentiert und ist dabei auf reges Interesse gestoßen. Sowohl ältere als auch junge Fans der Modellflieger kamen vorbei, um sich die unterschiedlichen Fluggeräte anzuschauen und zu fachsimpeln.

Die Mitglieder der Modellfluggruppe Barsinghausen präsentieren ihre schönsten Modelle.

Bei rund 40 Ausstellungsmodellen fans jeder Besucher etwas für seinen Geschmack. Vom modernen Gleiter mit Elektromotor bis zum Holz-Modell aus den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts war alles dabei. „Die Bandbreite hat sich in den letzten Jahren enorm vergrößert“, berichtete der Vereinsvorsitzende Ulrich Schulz.

Die größte Aufmerksamkeit bekamen tatsächlich die älteren Modelle – oder die, die alten Fliegern nachempfunden sind. Zu Letzteren gehört beispielsweise die Blériot XI von Thomas Chmielnik. Sie ist dem legendären Flugzeug des französischen Luftfahrt-Pioniers Louis Blériot nachempfunden, mit dem ihm im Jahr 1909 als erstem Mensch ein Flug über den Ärmelkanal gelang. Insgesamt 600 Arbeitsstunden hat Chmielnik eigenen Angaben nach in den Bau investiert. „Das sind alles Einzelteile“, sagte er. Umso stolzer ist er auf sein neuestes Modell. Trotz der Empfindlichkeit der verbauten Teile plane er, seine Blériot durch die Feldmark zwischen Egestorf und Langreder fliegen zu lassen. „Das Steuern überlasse ich aber einem echten Profi“, ergänzte er. 

Die Mehrheit unter den Modellfliegern fasziniere jedoch das Fliegen, betonte Ulrich. Insbesondere Anfänger suchten – verständlicherweise – den schnellsten Weg in die Lüfte. Erst später entwickle sich bei dem einen oder anderen die Leidenschaft zum Basteln. Des Weiteren mache sich auch in der Modellflieger-Szene die Digitalisierung bemerkbar, berichtete er. „Früher wurden lediglich Daten ans Flugzeug gesendet, mittlerweile funktioniert dies wechselseitig.“ So senden die modernen Modelle heutztage GPS-Daten, die aktuelle Höhe oder den Akkustand an den Piloten am Boden. Viele dieser neuen Möglichkeiten seien zwar Spielereien, sagte Schulz, „Aber es ist durchaus gut zu wissen, ob der Flieger gleich den Geist aufgibt.“

Von Marcel Sacha

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