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Umland Gehrden Nachrichten Zusammenspiel zwischen Polizei und Stadt funktioniert
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11:37 19.02.2018
Meinungsaustausch in der Polizeistation: Fachbereichsleiter Frank Born (von links), Bürgermeister Cord Mittendorf, Christoph Badenhop, Leiter des Polizeikommissariats Ronnenberg, Andreas Hähling, Leiter der Polizeistation Gehrden, Polizeioberkommissar Andreas Grüne, der Erste Stadtrat André Erpenbach und Polizeioberkommissarin Sandra Kosel. Quelle: Wirausky
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Gehrden

 Die wichtigste Aussage kam am Schluss: „Die Kriminalitätsrate in Gehrden bewegt sich im Bereich der Polizeiinspektion Hannover auf niedrigem Niveau“, sagte Christoph Badenhop, Leiter des Polizeikommissariats Ronnenberg, beim Neujahrsgespräch mit Vertretern der Stadt Gehrden. Das bedeute zwar keineswegs, dass nicht auch am Burgberg Straftaten begangen werden. „Aber es ist relativ ruhig“, betonte Badenhop.

Im Mittelpunkt des jährlichen Treffens in der Polizeistation an der Hüttenstraße stand das Zusammenspiel zwischen Polizei und Stadt – und das funktioniere vorbildlich, sagte Bürgermeister Cord Mittendorf. „Dies möchte wir auch durch unseren Besuch zum Ausdruck bringen“, bekräftigte Mittendorf, der vom Ersten Stadtrat André Erpenbach und Fachbereichsleiter Frank Born begleitet wurde. Das Rathaus habe einen engen Draht zur Polizeistation. „Und die Beamten vor Ort sind kooperativ und gesprächsbereit“, sagte Mittendorf.

Keine Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet

Laut Christoph Badenhop, Leiter des Ronnenberger Polizeikommissariats, gibt es im Stadtgebiet keine sogenannten Unfallschwerpunkte. „Es gibt keinen Bereich, wo wir vier oder mehr gleichgelagerte Unfälle registriert haben“, sagte Badenhop. Erst dann nämlich nehme die Polizei die Stelle genauer unter die Lupe. Badenhop bestätigt damit auch die Einschätzung der Region, die den Bereich K231/Ronnenberger Straße entgegen der Ansicht der CDU nicht als Unfallschwerpunkt eingestuft hatte. Auch die umgestaltete Kreuzung am Steintor bereitet der Polizei keine Probleme. „Es gibt dort keine Häufung an Unfällen“, sagte Andreas Hähling, Leiter der Polizeistation Gehrden. Eine Aussage, die Bürgermeister Cord Mittendorf freut. „Ich bin vor allem froh, dass wir dort neben dem Übergang auf der Gartenstraße einen weiteren Zebrastreifen zwischen Volksbank und Sparkasse anlegen durften“, sagte er. Dadurch sei das Sicherheitsgefühl der Fußgänger deutlich gestiegen. Grundsätzlich mahnte Mittendorf alle Verkehrsteilnehmer zur gegenseitigen Rücksichtnahme. dw

Dies unterstrich auch Badenhop. „Gemeinsam finden wir immer Lösungen“, sagte er. Bestes Beispiel seien die Laternenumzüge im vergangenen Herbst gewesen. „Unser Ziel ist es, dass sie stattfinden können“, machte der Leiter des Ronnenberger Polizeikommissariats deutlich. Die Polizei helfe deshalb, wo sie könne.

Gleiches gilt auch für das Stadtfest. Mittendorf lobte die guten Absprachen im Vorfeld der Veranstaltung zwischen Stadt, dem Verein Gehrden feiert Fest und der Polizei. „Das habe dazu beigetragen, dass es ein geräuschloses und harmonisches Fest gewesen ist“, sagte Mittendorf.  Allerdings: Durch die deutschlandweite veränderte Sicherheitslage hat die Polizei dieses Mal sichtbar Präsenz gezeigt. „Wir geben uns zu erkennen“, sagte Badenhop. Das sei wiederum eine gute Gelegenheit gewesen, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen“, sagte er. Ziel sei es, dass das subjektive Unsicherheitsgefühl verringert werde. Unabhängig davon zog der Leiter der Gehrdener Polizeistation Andreas Hähling ein positives Fazit. „Außer einigen Schubsereien war es ein friedliches Stadtfest“, sagte er.

Doch auch bei sogenannten Gefährdungslagen reagiert die Polizei schnell. Als vor wenigen Wochen Jugendliche im Bereich der Lange-Feldstraße an den Schulen, an der Bushaltestelle, an der Bezirkssportanlage und auf Privatgrundstücken randalierten sowie Fahrzeuge beschädigten, führten Stadt und Polizei umgehend Gespräche. Die Folge: Die Präsenz der Polizeibeamten in der Nacht wird erhöht und die Kontrollen verstärkt. „Wir wollen die Jugendlichen nicht vertreiben, aber wir müssen ihnen notfalls Grenzen setzen“, betonte Badenhop. Jugendliche und Heranwachsende, die sich widerrechtlich auf Grundstücken aufhalten, werden der Stadt gemeldet und erhalten ein Hausverbot. Werden sie anschließend erneut erwischt, droht eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung. „Soweit wollen wir es aber eigentlich nicht kommen lassen“, meinte Badenhop. Und er stellt klar: Dort wo die Freiheit der einen die Freiheit anderer einschränke, werde die Polizei eingreifen.

Badenhop und Mittendorf sind froh, dass die Polizeistation in Gehrden eingerichtet ist – und das soll auch in Zukunft so bleiben. „Das ist die aktuelle politische Aussage“, sagte Badenhop. Abgesehen davon sei es wichtig, Polizisten vor Ort zu haben, die die Bürger kennen und die mit ihnen ins Gespräch kommen. Das sieht auch Mittendorf so. „Die Polizeistation ist eine wichtige Anlaufstelle in der Stadt“, sagte er. 

Von Dirk Wirausky

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