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00:22 02.06.2018
Das Nomos-Quartett sind Friederike Koch (Viola, von links), Martin Dehning (Violine), Meike Bertram (Violine) und Sabine Pfeiffer (Violoncello). Quelle: Jo Titze
Lenthe

Das Nomos-Quartett spielt am Sonntag, 3. Juni, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aus dem Innersten“ in Lenthe. „Seelenverwandt“ heißt das Programm der vier Musiker und es enthält das Streichquartett C-Dur KV 465 „Dissonanzenquartett“ von Wolfgang Amadeus Mozart und das Streichquartett G-Dur D 887 von Franz Schubert. Die Sätze werden abwechselnd gespielt. Durch das abwechselnde Hören der Sätze der beiden Streichquartette wird die intime Seelenverwandtschaft der Musik Schuberts mit der Mozarts unmittelbar erlebbar. Es erschließen sich erstaunliche Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, etwa im vielfältigen, bei Schubert immerwährenden Wechsel von Dur und Moll, von Trauer und Erlösung.

Bereits während ihrer Studienzeit waren die vier Musiker Mitglieder in Ensembles wie dem „Ensemble Modern”, der „Jungen Deutschen Philharmonie“ und dem "European Union Youth Orchestra". 1984 gründeten sie das Nomos-Quartett und gewannen in den folgenden Jahren zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Prägend für das Musikverständnis des Nomos-Quartetts war die Zusammenarbeit mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten: Ramy Shevelov, der sie in die Grundlagen der Kammermusik einführte, das Amadeus-Quartett, das ihnen die große Tradition des Streichquartettspiels vermittelte, Nikolaus Harnoncourt, der sie anregte und bestärkte, die Partituren der Wiener Klassik neu zu lesen, und György Kurtág, den sie nicht nur als Komponisten hoch schätzen, sondern auch als genialen Kenner der Streichquartette Beethovens.

Heute ist das Nomos-Quartett „eine der überragenden Quartettformationen der Gegenwart“ (Klaus J. Schönmetzler). Sein unverwechselbares Profil gewinnt das Ensemble aus intelligenten Konzert-Dramaturgien, in welchen thematisch aufeinander bezogene Werke der verschiedensten Zeiten und Genres – von der großen tradierten Quartett-Literatur bis zur neusten Musik – vielfältig kombiniert werden. „Aus dem Innersten“ heißt die hannoversche Konzertreihe des Nomos-Quartetts: jährlich vier exzeptionelle Programme mit „intimer“ Kammermusik von Haydn bis heute. Das Nomos-Quartett, in dem seit 2013 die junge Geigerin Meike Bertram neue Impulse setzt, überzeugt durch mitreißenden Schwung, Lebendigkeit und Offenheit – und die Reife mehr als 30-jähriger gemeinsamer Erfahrung. „Das Nomos-Quartett macht die Seele der Musik hörbar“ schreibt die Süddeutsche Zeitung über das etablierte Ensemble.

Das Konzert beginnt um 18 Uhr in der Kirche „Zu den 10000 Rittern“. Karten kosten in der Preiskategorie A 22 Euro (ermäßigt 12 Euro) und in der Preisgruppe B 15 Euro (ermäßigt 7 Euro). Es gibt sie an der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, uter der Telefonnummer (0511) 168 412 22, auf www.nomos-quartett.de und an der Abendkasse.

Von Dirk Wirausky

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