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Nachrichten Innenstadtsanierung: Privatleute leisten großen Beitrag
Umland Gehrden Nachrichten Innenstadtsanierung: Privatleute leisten großen Beitrag
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17:29 11.03.2018
Liebevoll restaurierte Fassade: In der Fußgängerzone ist das stadtbildprägende Gebäude mit einem Eiscafé ebenfalls mit Unterstützung von Fördergeldern saniert und modernisiert worden. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

 Es sind oft nur kleine Mosaiksteinchen in einem großen Gestaltungsprozess. Und doch sind sie in ihrer Summe bereits zu einem großen Baustein geworden. Wenn es um die Innenstadtsanierung geht, ist für die meisten Anwohner und Besucher vor allem die Fußgängerzone ein wichtiger Gradmesser. Während aber die Umgestaltung der City im öffentlichen Raum seit ihrem Beginn vor etwa fünf Jahren kritisch beobachtet wird und viel Diskussionsstoff bietet, nehmen von den privaten Baumaßnahmen des öffentlich bezuschussten Projektes nur wenige Menschen Notiz. Dabei sind viele kleine Veränderung bei genauer Betrachtung unübersehbar – auch, wenn sie weniger Aufsehen erregen als Großprojekte an der Steintorkreuzung und entlang des Steinwegs.

Für die städtische Projektleiterin Christina Unselt ist das Grund genug für einen kleinen Rundgang. „Die neue Fassade am Haus des Fotoladens, das Gebäude mit Eisdiele in Verlängerung der Kirchstraße“, zählt sie zwei abgeschlossene Privatmaßnahmen auf. Unselt verweist auch auf das sanierte Gebäude an der Hüttenstraße, in dem die Polizeistation untergebracht ist. Denn: „Das Sanierungsgebiet erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von der Vorwerkstraße bis zum Dammtor. In Ost-West-Richtung sind etwa die Mitte der Hornstraße und die Schaumburger Straße Grenzlinien“, sagt sie.

Gelungene Verschönerung: An dem historische Gebäude am Steinweg, in dem im Erdgeschoss ein Fotoladen betrieben wird, ist die mit Fördergeldern unterstützte Fassadensanierung deutlich zu sehen. Quelle: Ingo Rodriguez

Sie hält die privaten Saniermaßnahmen für einen wichtigen Beitrag.  Denn: Mehr als 4,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Modernisierung des Stadtzentrums – wobei Bund und Land sich zu je einem Drittel an der Summe beteiligen. „Davon sind rund 1 Million Euro für Privatprojekte eingeplant“, sagt Unselt. Von Zuschüssen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ können private Immobilienbesitzer auf verschiedene Arten profitieren: „Direkt förderfähig sind private Sanierungen von stadtbildprägenden Gebäuden. Alle anderen Bauten im Sanierungsgebiet können mit steuerlichen Begünstigungen modernisiert werden“, sagt Unselt. Für Maßnahmen an städtebaulich prägnanten Häusern seien bislang rund 220 000 Euro an Zuschüssen geflossen oder eingeplant. „Das Café am Markt ist noch im Umbau. Am Steintoreck geht die Sanierung bald los“, sagt Unselt.

Baubeginn steht kurz bevor: Auch das historische Gebäude des Steintorecks an der Kreuzung von Steintor und Steinweg wird in Kürze noch mit Zuschüssen aus dem Förderbudget der Innenstadtsanierung modernisiert und ertüchtigt. Quelle: Ingo Rodriguez

Mehr als 203 000 Euro sind aus dem Förderbudget schon für sogenannte Ordnungsmaßnahmen geflossen. „Das sind Zuschüsse für eine Bereinigung der Fläche: Rückbaumaßnahmen, um Platz zu schaffen für neue Dinge“, sagt Unselt. Betroffen seien etwa kleine Garagen oder Schuppen in Hinterhöfen. „Aber auch für den Abriss des alten Bauernhofes mit Getränkemarkt an der Alten Straße gab es Fördergeld“, sagt Unselt.

Für den Abriss und Rückbau eines alten Bauernhofes, der als Unterkunft für einen Getränkemarkt diente, gab es ebenfalls Zuschüsse - um Platz zu schaffen für einen Neubau. Quelle: Ingo Rodriguez

Immerhin 14 000 Euro seien bislang in förderfähige Sanierungsgutachten investiert worden. Eine Architektenexpertise mit Schadensanalyse und Kostenschätzung wurde auch vom früheren Postgebäude an der Kreuzung von Steinweg und Neue Straße erstellt. „Derzeit laufen noch Gespräche mit dem Eigentümer über eine Umsetzung“, sagt die Projektleiterin.

Früher eine Postfiliale: Für das ortsbildprägende Haus an der Kreuzung von Steinweg und Neue Straße wurde mit Geldern aus dem Fördertopf ein Sanierungsgutachten mit Kostenschätzung in Auftrag gegeben. Über die weitere Umsetzung der möglichen Baumaßnahme laufen derzeit noch Gespräche zwischen dem Eigentümer und der Stadt. Quelle: Ingo Rodriguez

Aufmerksamen Betrachtern werden bis zum Ende des Citysanierung weitere Privatprojekte nicht verborgen bleiben. Denn laut Unselt ist erst rund die Hälfte der Fördergelder für private Maßnamen verplant.

Von Ingo Rodriguez

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