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Ein Raum der Stille im Klinikum

Gehrden Ein Raum der Stille im Klinikum

Im Klinikum Robert Koch Gehrden gibt es nun einen sogenannten Raum der Stille. Dort sollen Patienten, Krankenhausmitarbeiter und Angehörige eine Rückszugsmöglichkeit zum Innehalten finden.

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Rückzugsmöglichkeit im hektischen Krankenhausalltag: Pastor Wichard von Heyden (von links), Krankenhausseelsorgerin Gunhild Junker, Superintendentin Antje Marklein und Pfarrer Christoph Paschek eröffnen den Raum der Sille.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden.  Es hat lange gedauert. Mehr als zehn Jahre nach dem Beginn der Planungen ist nun im Klinikum Robert Koch der ersehnte Raum der Stille eröffnet worden – ein Gemeinschaftsprojekt des Klinikums, der katholischen und evangelischen Kirche sowie etlicher Förderer.

Er kann ein Ort für ein leises Gebet sein, es muss für einen Besucher aber nicht zwingend einen religiösen Hintergrund geben. Vielmehr soll es im hektischen Krankenhausalltag künftig eine geeignete Möglichkeit geben, sich kurz zurückzuziehen, die Gedanken zu sammeln, mit dem Blick in die Ferne zu schweifen und dabei zur Ruhe zu kommen oder inne zu halten.

Die Krankehausseelsorgerin Gunhild Junker nannte es einen „großen Tag“. Endlich sei es gelungen, diese dringend notwendige Rückzugsmöglichkeit zu schaffen. Junker war nach den Worten des ärztlichen Dirketors und Chefarztes Dr. Martin Memming auch diejenige, die mit großer Beharrlichkeit einen erheblichen Anteil an der Realisierung des Projekts gehabt habe. Hintergrund des langen Vorlaufs soll laut Memming die Suche nach einem geeigeneten Raum gewesen sein. „In Zeiten eines Neubauprojekts, Stilllegungen von Flächen und Gerangel um jeden Raum war die Suche schwierig“, sagte Memming.

Nun ist es ein rund 30 Quadratmeter großes ehemaliges Arztzimmer im zweiten Obergeschoss des Altbaus geworden, in dem eine puristisch, aber stilvoll eingerichtete Ruhezone für Auszeiten geschaffen wurde – mit zwei großen Fenstern mit Blick auf den Wald, auf der verhältnismäßig ruhigen Station 24 und am Ende eines Flures. Dort wurde unter anderem ein Gemälde des Künstlers Eberhard Münch aus Wiesbaden aufgehängt, das dem Betrachter „vielerlei Ansichtsmöglichkeiten bietet – mit und ohne religiöse Symbole. Aber deutlich sichtbar ist das universelle Symbol des Lichts“, formulierte es Pastor Wichard von Heyden in seiner Eröffnungsandacht. Ansonsten prägen helle Wände Holzstühle und ein kleiner Tisch mit Rose das Bild – schlicht, aber beruhigend.

Rückzugsmöglichkeit im hektischen Krankenhausalltag

Rückzugsmöglichkeit im hektischen Krankenhausalltag: Zahlreiche Besucher und Ehrengäste verfolgen im Raum der Stille die Eröffnungsandacht.

Quelle: Ingo Rodriguez

Möglich gemacht haben die Projektumsetzung zahlreiche Akteure: Zu den Kooperationspartnern zählen die evangelische Margarethenkirchengemeinde, die katholische St.-Bonifatiusgemeinde, der Kirchenkreis und die Krankehausseelsorge. An den Umbau- und Einrichtungskosten in Höhe von mehr als 15 000 Euro haben sich die Klosterkammer, der Förderverein des Klinikums, die Landeskirche, das Bistum Hildesheim, die Johanniter-Hilfsgemeinschaft sowie etliche private Einzelspender beteiligt. Bei den Entwürfen und der Endgestaltung hatte Innenarchitektion Claudia Peter hilfreich zur Seite gestanden.

Nach der offiziellen Eröffnung wurde bei einem Empfang im Hörsaal des Klinikums den Förderern und Helfern gedankt. Zu den Besuchern zählten hochrangige Vertreter des Klinikdirektoriums und der Kirche. Grußworte sprachen unter anderem Superintendentin Antje Marklein und Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas.

Von Ingo Rodriguez

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