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Gehrden PHV feiert Geburtstag mit Agility-Turnier
Umland Gehrden PHV feiert Geburtstag mit Agility-Turnier
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12:51 10.08.2018
Freuen sich auf das Turnier (von links): Tanja Bertram, Jürgen Seeger und Andrea Knoll. Quelle: Heidi Rabenhorst
Gehrden

Der Polizeihundesportverein Gehrden (PHV) feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses runden Geburtstags lädt der Verein am Sonnabend, 18. August, und Sonntag, 19. August, zum 2. Agility-Turnier auf die Vereinsanlage am Köthnerberg ein. „Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr mit 95 Startern sind jetzt 200 Anmeldungen bei uns eingegangen“, sagt der Vereinsvorsitzende Jürgen Seeger, der sich sehr über die große Resonanz freut.

Insgesamt 36 unterschiedliche Hunderassen sind im vergangenen Jahr an den Start gegangen – von A wie Alpenhütehund bis W wie Working Kelpie. Die Starter kommen dabei nicht nur aus der Region. „Wir haben auch Gäste Hamburg und dem Harz mit Thale und Seesen dabei“, verrät Seeger. Das Turnier in seiner zweiten Auflage war innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Bisher haben sich auch rund 15 Camper angemeldet, die mit ihren Wohnwagen auf der Obstwiese stehen sollen.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Geburtstag mit einem Turnier und einer Party zu feiern. Wir wollen keinen Kommers mit langen Reden“, erklärt Seeger, der seit fast zehn Jahren an der Spitze des Vereins steht, seit 35 Jahren Vereinsmitglied und seit 20 Jahren im Vorstand ist. „Wir wollen Party machen“, fügt er hinzu. Besonders freut er sich darüber, dass auch in diesem Jahr Bürgermeister Cord Mittendorf den Pokal stiftet. Er sehe dies als große Wertschätzung für den Verein. Bei der großen Geburtstagsparty am Abend, zu der alle Turnierteilnehmer eingeladen sind, werden die Gäste von einer mobilen Grillstation und mit kühlen Getränken versorgt. Parkplätze an der Kindermühle sind in ausreichender Zahl vorhanden und ausgeschildert.

Aus der Vereinschronik des PHV

Am 16.August 1958 kamen in Gehrden 13 Frauen und Männer in der Gastwirtschaft “Zur schönen Aussicht” zusammen und gründeten den “Polizeihundsportverein Gehrden”. Gutsbesitzer Ottomar von Reden erlaubte dem Verein auf der großen Weide, auf der heute das Gehrdener Krankenhaus steht, sonntags zu üben. Mit einem Handwagen wurden eine kleine Sprunghürde, ein 20 Pfund schwerer Schutzärmel und weitere selbst hergestellte Geräte mühsam jeden Sonntag zum Trainingsplatz transportiert.

1959 wurde von den Hannoverschen Verkehrsbetrieben (Üstra) ein Grundstück am Köthnerberg – unweit der Mühle – gepachtet. Der Vertrag verlängerte sich jährlich und bestand 23 Jahre lang. 1972 wurde das heutige Gelände von der Üstra noch einmal für 25 Jahre gepachtet. Auf dem Areal befand sich die Anfahrtsstrecke der Straßenbahn zum Ausflugsrestaurant auf dem Gehrdener Berg. Der Platz und das Vereinsheim entstanden unter großem Arbeitseinsatz der Mitglieder. Im Jahr 2007 erwarb die Stadt Gehrden das Gelände und bot es dem Verein zum Kauf an. Weil dieser durch vorausschauendes Wirtschaften finanziell gut aufgestellt war, kaufte er das am Köthnerberg gelegene Gelände.

Der Verein hat derzeit etwa 100 Mitglieder. An der Vereinsspitze stehen Jürgen Seeger als 1. Vorsitzender und Tanja Betram als seine Stellvertreterin. Schriftwartin ist Andrea Novotny, die Kasse verwaltet Klaus-Peter Schwamborn. Doris Baumgarte ist Platz- und Gerätewartin. Als Trainer für die Basisausbildung stehen Jürgen Seeger, Jutta Raetsch, Brita Watkinson, Klaus Rothauge, Andrea Novotny und Lorene Linck zur Verfügung. Andrea Knoll und Tanja Betram sind in der Agility-Sparte für das Training zuständig.

Der PHV bietet ein breites Angebot zur Hundeerziehung an. Unter anderem sind Welpenerziehung, Unterordnung, Gruppenarbeit, Begleithundeprüfungen, Fährtenarbeit, Agility und Obedience möglich. Der Verein gibt auch Nicht-Mitgliedern Gelegenheit, an den Kursen und Übungsstunden zur artgerechten Erziehung und Ausbildung von Sport- und Familienhunden teilzunehmen. Der Hundeverein ist Mitglied im DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine).

„Beim Agility-Turnier müssen die Hunde alle Hindernisse des Parcours in streng vorgegebener Reihenfolge meistern – möglichst schnell und fehlerfrei“, erläutert Andra Knoll vom PHV. Sie ist nicht nur Vereinsmitglied und Hundehalterin, als Spartenleiterin und Trainerin kennt sie sich auch bestens mit den strengen Agility-Regeln aus. „Ein Hindernis auszulassen bedeutet Disqualifikation, ohne Gehorsam geht es nicht“, sagt sie.

„Beim Turnier gibt es sechs verschiedene Leistungskategorien, in denen die Hunde an den Start gehen – jeweils noch einmal unterteilt in drei verschiedene Größenklassen“, erklärt Knoll und erinnert an die Anfänge: Die Sportart Agility habe sich seit ihrem Beginn vor mehr als 30 Jahren erheblich weiter entwickelt. „Früher saßen die Teilnehmer noch alle mit einem kleinen Stuhl und einem Schirm am Platz“, sagt Knoll. Agility komme aus England und sei eigentlich eine Erfindung von Kindern. „Einige von ihnen sollen bei Springreitturnieren die Läufe der Pferde mit ihren Hunden nachgemacht haben und damit die Ursprungsidee geliefert haben“, erklärt sie.

Von Heidi Rabenhorst

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