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Hemmingen Über zwei Tonnen Äpfel werden zu Saft
Umland Hemmingen Über zwei Tonnen Äpfel werden zu Saft
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12:03 01.10.2018
Nele, Marie und Nadine Ruhmann haben ihre Äpfel in die Saftpresse gehievt. Mitarbeiter Jacob Trapp prüft, ob alles richtig läuft. Quelle: Stephanie Zerm
Harkenbleck

In Säcken, Kisten, Eimern und Schubkarren brachten zahlreiche Gartenbesitzer am Sonntag ihre Äpfel zur Feuerwehr. Dort machte nämlich beim 3. Harkenblecker Apfeltag die Mobile Saftmacherei von Dagmar Seeßelberg aus Langenhagen Station. Von 10 bis 18 Uhr ratterte die Maschine und verwandelte rote, grüne und gelbe Äpfel in goldgelben Saft.

Veranstalter des Apfeltags waren der Obstbaumlehrpfad der Bürgerstiftung, die Freiwillige Feuerwehr Harkenbleck und die Familie Seiler/Scherer.

„Bereits um 9 Uhr waren die ersten Leute mit ihren Äpfeln hier“, sagte Lennart Fieguth von der Feuerwehr. Viele, die später kamen, mussten oft lange warten. Denn vor der mobilen Saftpresse hatte sich eine lange Schlange gebildet. „Wir standen etwa drei Stunden an“, berichtete Nadine Ruhmann, die mit ihrem Ehemann Jürgen und den Töchtern Nele (9) und Marie (5) aus Hüpede gekommen war. Mit dabei hatten sie rund 50 Kilo Äpfel, die sie im Garten gesammelt hatten. „Die Wartezeit nehmen wir gerne in Kauf“, sagte die Mutter. „Denn dafür bekommen wir den Saft aus unseren eigenen Äpfel, der super gesund ist.“

Rund 1000 Besucher kommen zum Apfeltag nach Harkenbleck.

In der Maschine wurden die Äpfel zunächst gewaschen und zerkleinert. Danach wurden sie auf der Bandpresse entsaftet, bei etwa 70 Grad pasteurisiert und abgefüllt. „Durch das Erhitzen ist der Saft ein ganzes Jahr haltbar“, erklärte Udo Scherer, der die „Saft-Party“ vor drei Jahren ins Leben gerufen hatte. Damals noch als reine Mosterei.

Seit sich im vergangenen Jahr die Feuerwehr Harkenbleck an der Veranstaltung beteiligt, ist ein kleines Volksfest daraus geworden. Die Jugendfeuerwehr hatte mehrere Spiele für Kinder aufgebaut, und Elisabeth Seiler vom Verein Heuhüpfer zeigte den Besuchern, wie man per Hand Saft pressen und Apfelmus herstellen kann.

Der Obstbaumlehrpfad der Bürgerstiftung führte eine mechanische Apfelschälmaschine vor und informierte über verschiedene Obstsorten. Zur Stärkung servierte die Feuerwehr Bratwürste, Kartoffelpuffer und Kuchen.

Zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit und kamen auf das Gelände der Feuerwehr. „Über den Tag verteilt sind rund 1000 Besucher gekommen“, freute sich Lennart Fieguth. „Das sind noch mehr als im vergangenen Jahr mit rund 700 Gästen.“

Dabei sind laut Scherer mehr als 2 Tonnen Äpfel durch die Saftpresse gewandert und in knapp 2000 Liter Saft verwandelt worden. Aus den Überschüssen des Apfelmostens wird der Obstbaumlehrpfad neue Bäume für die Apfelalleen bei Harkenbleck anschaffen und anpflanzen. „Dann können wir bald noch mehr Äpfelsaft produzieren“, freute sich Wolf Hatje von der Bürgerstiftung.

Von Stephanie Zerm

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