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Hemmingen B-3-neu: Geh- und Radwege sind gesperrt
Umland Hemmingen B-3-neu: Geh- und Radwege sind gesperrt
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00:16 07.09.2018
Wegen des Baus der B3-Ortsumgehung sind hohe Erdberge aufgeschüttet wie auf dem Bild zwischen Devese und Hemmingen-Westerfeld. Provisorische Wege für Fußgänger und Radfahrer durch die Baustelle lehnt die Landesbehörde aus Sicherheitsgründen ab. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen/Wettbergen

Fußgänger und Radfahrer müssen wegen des Baus der B3-Umgehungsstraße Umleitungen in Kauf nehmen: auf einigen Strecken ab sofort und auf anderen ab nächster Woche oder ab Oktober dieses Jahres.

Für Autofahrer ändert sich bis zum Ende dieses Jahres nichts. Die einzige für sie gesperrte Strecke ist weiterhin die Deveser Straße.

Das sind die für Fußgänger und Radfahrer gesperrten Strecken:

Umleitungen (3 MB)

-Rad- und Gehweg von Wettbergen nach Hemmingen-Westerfeld (ab Montag, 10. September),

-der provisorische Geh- und Radweg Deveser Straße zwischen Devese und Hemmingen-Westerfeld (ab Montag, 10. September),

-der Grüne Ring bei Devese (ab sofort),

-der Abschnitt des Hohen Holzweges im Bereich der Feldmark (ab sofort),

-die Bockstraße in Arnum (ab Mitte Oktober),

-der ländliche Weg am Pattenser Feldweg in Arnum (ab Ende Oktober).

Die Umleitungen, die über Straßen oder durch Randlagen führen, sind ausgeschildert. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bittet um Verständnis.

Der neue Plan widerspricht den Erwartungen der Stadt Hemmingen, die darauf drängte an den jeweiligen Baustellen provisorische Wege anzulegen wie bisher an der Deveser Straße. Dies habe die Landesbehörde geprüft, erläutert Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereiches Hannover. „Angesichts der bisherigen Erfahrungen im Verlauf der Deveser Straße aber wurde es als nicht praktikabel verworfen“, teilte er am Dienstag mit. „Gegen die Einrichtung und Unterhaltung niveaugleicher Querungsmöglichkeiten für öffentliche Verkehre inmitten des Baufeldes sind in erster Linie Sicherheitsbedenken anzuführen.“ Fischer spricht von „unauflösbaren Konflikten“ zum Beispiel, was die Beschaffenheit der Wege angeht. Die Baustellen sind laut Behörde nicht ebenerdig, außerdem sei unter anderem auf den Verlauf der Entwässerungsgräben zu achten.

Für die Erd- und Straßenbauarbeiten für die 7,5 Kilometer lange Trasse von Wettbergen bis kurz vor Pattensen und für die geplante Freigabe Ende September 2019 brauche das Bauunternehmen „ein durchgehendes Baufeld“. Hinzu komme, dass es beim Brückenbau „mittlerweile teils deutliche Verzögerungen“ gebe, räumte Fischer ein. Von den 13 Brücken sind nach Auskunft der Behörde drei fertig und abgenommen, alle anderen seien aus unterschiedlichen Gründen, wie es heißt, noch im Bau. Deshalb sei das ursprüngliche „von der Straßenbauverwaltung und der externen Bauoberleitung entworfene Konzept zur Verkehrsführung auf wechselnd verfügbaren ländlichen Wegen und kommunalen Straßen“ hinfällig.

Das bedeutet für Fußgänger und Radfahrer: Sie sollten für ihre Wege mehr Zeit einplanen. Wer beispielsweise von der Deveser Straße in Wettbergen zum Mühlenwinkel, also in Richtung B3, gehen möchte, musste bisher für die etwa zwei Kilometer lange Strecke 20 Minuten einkalkulieren. Mit dem Umweg über die Straße In der Rehre sind Fußgänger nun doppelt so lang unterwegs, denn sie müssen etwa 3,5 Kilometer gehen. Auch zwischen Arnum und Ohlendorf werden die Wege länger. So werden drei Querverbindungen zwischen der Kreisstraße 225 und Arnum gesperrt. Brauchten Radfahrer auf dem etwa einen Kilometer langen Abschnitt bis zur Verlängerung der Bockstraße bisher etwa drei Minuten, müssen sie nun für die dann vier Kilometer lange Strecke über Ohlendorf insgesamt etwa 15 Minuten einplanen.

Am Hohen Holzweg in Arnum gibt es laut Behörde keine Umleitung, da es sich ohnehin um eine Sackgasse handelt. Die wenigen Anlieger dort sollen nun über die K225 (Ohlendorf-Devese) fahren, um ihre Grundstücke zu erreichen. Der landwirtschaftliche Verkehr im Baustellengebiet, zum Beispiel für Rübentransporte, wird laut der Behörde mit den jeweiligen Landwirten geregelt.

Von Andreas Zimmer

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