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Hemmingen Rilinger veröffentlicht zweites Rom-Buch
Umland Hemmingen Rilinger veröffentlicht zweites Rom-Buch
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14:50 24.07.2018
Lothar Rilinger veröffentlicht den zweiten Teil seiner Rom-Trilogie. Quelle: Tobias Lehmann
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Hemmingen-Westerfeld

Der Hemminger Lothar Rilinger hat den zweiten Teil seiner geplanten Rom-Trilogie veröffentlicht. Das Buch trägt den Titel „Urbs Aeterna II. Unterwegs zu den christlichen Gedächtnisorten in Rom.“ Wie in dem bereits im vergangenen Jahr ebenfalls im Bernadus-Verlag erschienenen ersten Teil widmet sich Rilinger sieben ausgewählten Kirchen in Rom und geht auf philosophische, theologische und historische Fragen ein.

„Mit dieser Reihe möchte ich mehr den intellektuellen Teil des Glaubens jenseits der Volksfrömmigkeit darstellen, um den Versuch zu wagen, der schleichenden Entchristlichung unserer Gesellschaft etwas entgegen zu setzen“, teilt der 1948 in Berlin geborene Rilinger mit. Auch im Vorwort des Buchs geht er direkt darauf ein. „Ohne Gott ist alles erlaubt!“, heißt es dort. Wenn der Mensch sich der „letzten Instanz Gott“ entledige, herrsche eine „Diktatur der Mehrheitsentscheidung“. Diese gelte jedoch nur solange, bis sich eine andere Mehrheit bilde und sei nicht geeignet, eine allgemeine Sittlichkeit zu begründen.

Rilinger geht in dem Buch unter anderem auf die politische Philosophie des Papstes Franziskus ein, beleuchtet das Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zum Judentum, betrachtet die Geschichte der Musik in der Kirche und schildert das Leben von gläubigen Widerstandskämpfern im dritten Reich. Zusätzlich beschreibt er auch die ausgewählten Kirchen und deutet ihre Bilder und Mosaike. Zudem gibt es zwei Exkurse über die Villa Borghese und die Villa Doria Pamphili.

„Schwerpunkt der Arbeit ist aber die Auseinandersetzung mit der Theologie und politischen Philosophie von Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, mit dessen Werk ich mich intensiv beschäftige“, sagt Rilinger. Der Hemminger weist darauf hin, dass er keine endgültigen Antworten geben kann. Doch möglicherweise werden einige Leser angeregt, sich selbst mit den angesprochen Themen näher zu beschäftigen. Dann habe das Buch aus Rilingers Sicht seinen Zweck erfüllt.

Von Tobias Lehmann

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