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Hemmingen Drei Monate Radarpistole: Die erste Bilanz
Umland Hemmingen Drei Monate Radarpistole: Die erste Bilanz
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19:16 10.01.2019
Das neue Tempomessgerät ist regelmäßig im Stadtgebiet im Einsatz. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Mehr als drei Monate hat die Stadt Hemmingen ihre neue mobile Radarpistole im Einsatz. Doch konkrete Zahlen kann sie noch nicht nennen. Der Grund: Die Region Hannover verarbeitet die Bilder, die die Stadt an sie sendet. Die Region ist Bußgeldstelle für alle 20 Städte und Gemeinden. Sie verschickt die Bescheide und erstellt Auswertungen nur zum Anfang des folgenden Quartals. Die Zusammenstellung für Hemmingen über das vierte Quartal 2018 liege also noch nicht vor, teilt Sven Bertram, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Eines aber lässt sich schon sagen: „An keinem der Messpunkte wird generell zu schnell gefahren. Dennoch gefährden einzelne Autofahrerinnen und Autofahrer, die die Geschwindigkeit übertreten, sich und andere.“

Die Reaktionen auf die vermehrten Tempokontrollen seien sehr unterschiedlich. „Natürlich gibt es Verkehrsteilnehmer, die etwaige Verstöße bagatellisieren und mit Unverständnis auf die Messungen reagieren“, sagt Bertram. „Vielfach wird die Devise ,Verkehrsüberwachung ja, aber nicht bei mir‘ angewandt. Größtenteils ist die Reaktion aber positiv, und insbesondere Anwohner nehmen einen positiven Effekt durch die Verkehrsmessungen wahr.“

Die Stadt wird Bertram zufolge auch weiterhin wöchentlich die Stadtteile, in denen sie kontrolliert, bekannt geben. Zunächst hatte sich die Verwaltung geziert, doch Kommunalpolitiker drängten darauf, die Standorte bekannt zu geben. CDU-Fraktionschef Ulff Konze beispielsweise nannte sie „ein Mittel der Prävention“. In sozialen Netzwerken kritisieren Hemminger, dass immer nur ganze Stadtteile genannt werden, was viel zu allgemein sei. Bertram erläutert: „Die Messpunkte werden in Absprache mit der Polizei an besonderen Verkehrslagen eingerichtet.“

Die mobile Radarpistole ist das ganze Jahr 2018 über Gesprächsthema in Hemmingen gewesen. Bislang hatte sich die Stadt eine mit der Stadt Pattensen geteilt, nun musste eine eigene her. Den Vorwurf der Abzocke wies die Verwaltung zurück. Die Stadt hatte zum 1. Oktober 2018 einen Mitarbeiter eingestellt, der die Radarpistole bedient, aber auch geparkte Fahrzeuge kontrolliert. Er kümmert sich zudem um die Tempomesstafeln: 13 seien stadtweit im Einsatz, sagt Bertram. Vier weitere werden dazukommen. Ferner setzt der Mitarbeiter das Seitenradarmessgerät ein, um Daten für Statistiken zu erhalten. Die Prävention gehöre zu den weiteren Aufgaben des Mitarbeiters. Bertram fasst zusammen: „Grundsätzlich wird jeden Tag der fließende Verkehr mit verschiedenster Technik - mobile und stationäre Messanlagen, Geschwindigkeitsdisplays und Seitenradarmessgeräte – kontrolliert.“

An stationären Blitzern betreibt die Stadt jeweils eine Anlage an der B3 in Arnum und in Hemmingen-Westerfeld. Laut Region wurde dafür 2018 Bußgeld in Höhe von insgesamt mehr als 113.000 Euro kassiert. 40 Prozent fließen an die Stadt Hemmingen, der Rest bleibt bei der Region. „Bei mobilen Messungen ist die Verteilung je 50 Prozent“, erläuterte Regionssprecherin Carmen Pförtner.

Von Andreas Zimmer

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