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Hemmingen Vergewaltigung in Harkenbleck: Arnumer wegen versuchten Mordes angeklagt
Umland Hemmingen Vergewaltigung in Harkenbleck: Arnumer wegen versuchten Mordes angeklagt
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00:17 14.02.2019
Dies ist der Radweg, auf dem die 22-Jährige angegriffen wurde. Im Hintergrund ist Arnum zu sehen. Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)
Arnum/Harkenbleck

Gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger Tobias H. aus Arnum hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Dem heute 32-Jährigen wird wegen der Schwere der Verletzungen des Opfers versuchter Mord vorgeworfen, aber auch gefährliche Körperverletzung, sexuelle Nötigung und schwerer Raub. Das teilte Justizsprecher und Oberstaatsanwalt Thomas Klinge auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Seit September 2018 sitzt Tobias H. in Untersuchungshaft. Das Ermittlungsverfahren ergab, dass gegen ihn ein hinreichender Tatverdacht besteht. Tobias H. soll Mitte August eine 22-jährige Radfahrerin aus Hemmingen zwischen Harkenbleck und Arnum vergewaltigt und ausgeraubt haben. Der Arnumer bestreite die Tat, sagte Klinge.

Einen Termin für die Verhandlung vor dem Schwurgericht am Landgericht Hannover gebe es noch nicht. Die Verhandlung, sie könne sich möglicherweise wegen einer längeren Beweisaufnahme über mehrere Termine erstrecken, wird Klinge zufolge voraussichtlich öffentlich sein und mit Rücksicht auf das Opfer teilweise nicht öffentlich.

Passant hörte Hilfeschreie

Tobias H. soll die Frau nachts an der Arnumer Straße (K224) mit einem Fahrrad verfolgt, eingeholt und sie dann vom Fahrrad gestoßen haben. Mehrfach, so die Anklage, hat er mit einem harten Gegenstand auf sie eingeschlagen, so dass sich die junge Frau schwere Kopfverletzungen zuzog. Er soll sie in einen Graben gezogen und entkleidet haben. Nur weil zufällig ein damals 46-Jähriger mit seinem Hund vorbeikam und die Hilfeschreie hörte, soll der Arnumer von der Frau abgelassen und mit ihrer Geldbörse die Flucht ergriffen haben. Der Übergriff geschah etwa in Höhe der Kleingartenkolonie kurz vor dem Ortseingang von Harkenbleck.

Arnumer ist polizeibekannt

Mehrere Wochen suchten die Ermittler nach dem Täter, unter anderem mit einem Phantombild. Es war eine DNA-Spur, die schließlich zu dem Arnumer führte. Klinge erläuterte, der Angeklagte beteuere, nichts mit der Tat zu tun zu haben und dass alles ein Irrtum sei. Tobias H. hat den Ermittlern geschildert, er werde von einer Gruppe von Albanern bedroht, weil einer von den Männern für die Vergewaltigung verantwortlich sei und er, Tobias H., davon wisse. Dem Täter will H. seine Jacke geliehen haben. Das würde dazu passen, dass der Täter laut der 22-Jährigen Deutsch mit Akzent gesprochen habe. Tobias H. hingegen wurde in Hannover geboren und spricht akzentfrei Deutsch.

Der Arnumer ist wegen mehrfacher Straftaten polizeibekannt, unter anderem wegen Körperverletzung. Erst Anfang 2018 verbüßte er wegen eines Vermögensdeliktes eine kurze Freiheitsstrafe.

Von Andreas Zimmer

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