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Hemmingen Betriebshof: Täglich 10.000 Liter Wasser
Umland Hemmingen Betriebshof: Täglich 10.000 Liter Wasser
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15:05 30.07.2018
Felix Kleinsorge will gerade einen der Bewässerungssäcke füllen. Quelle: Tobias Lehmann
Hemmingen

„Das hatten wir noch nie“, sagt der Leiter des städtischen Betriebshofs, Claus Schmidt, und schüttelt den Kopf. Täglich verbraucht der Betriebshof zurzeit rund 10.000 Liter Wasser, um die Pflanzen im Stadtgebiet am Leben zu halten. Bürgermeister Claus Schacht ergänzt: „Im vergangenen Jahr haben wir um diese Zeit Sandsäcke an der KGS wegen eines drohenden Hochwassers gestapelt.“

Zwei Mitarbeiter des Betriebshofs sind täglich mit Wagen unterwegs, die jeweils einen 1000-Liter Wassertank geladen haben. „Richtige Löschfahrzeuge, die noch größere Mengen Wasser transportieren können, benötigen immer auch spezielle Führerscheine. Doch unsere normalen Fahrzeuge können von allen Mitarbeitern genutzt werden“, erläutert Schmidt. Sollte ein Wassertank leer sein, wird er mit einem Standrohr aus einem nahe gelegenem Hydranten wieder gefüllt. „Die Mitarbeiter müssen dann nicht jedes Mal zum Betriebshof zurückkehren“, sagt Schmidt.

Simona Rien wässert die Bäume auf dem Friedhof an der Weetzener Landstraße. Quelle: Tobias Lehmann

Vielfach eingesetzt werden dieses Jahr sogenannte Bewässerungssäcke. Dabei handelt es sich um Behälter, die um einen Baum herum befestigt werden und 80 Liter Wasser fassen. Das Wasser läuft dann in einem Zeitraum über rund 9 Stunden langsam ab. Die Mitarbeiter des Betriebshofs haben die Säcke unter anderem am Montag für die Bäume auf dem Friedhof an der Weetzener Landstraße genutzt. „Hier ist uns erst ein einziger frischer Baum eingegangen“, sagt Schmidt. Der Vorteil der speziellen Säcke sei, dass das Wasser konkret an einem Ort verläuft. „Beim Spritzen mit Wasserschläuchen wird immer viel Wasser auf einer großen Fläche verteilt“, sagt Schmidt.

Das könne zwar zum Erhalt eines Rasens hilfreich sein. Doch der steht für Schmidt nicht an erster Stelle. „Rasen wächst im nächsten Jahr wieder nach. Uns geht es vor allem darum, frisch gepflanzte junge Bäume und Beete zu erhalten“, sagt Schmidt. Eine Ausnahme macht er im Bürgerpark in Arnum. Dort wird im September ein großes Kinderfest ausgerichtet. „Dann wäre es schade, wenn dort der ganze Rasen verbrannt ist“, sagt Schmidt. Er hat deshalb mit der Feuerwehr Arnum abgesprochen, dass bei einer Übung der Kinderfeuerwehr der Rasen im Bürgerpark großzügig bewässert werden soll.

Besonders schwer haben es bei diesen Temperaturen die Eichen. „Wenn diese Bäume lange kein Wasser bekommen, können sie so trocken werden, dass sogar große Äste abfallen“, sagt Schmidt. Aus Sicherheitsgründen habe er deshalb eine Eiche am Bauspielplatz fällen lassen. Auch Teile des Strandbads, an denen solche Bäume stehen, sind zurzeit gesperrt. Bürgermeister Schacht sagt: „Die Besucher würden sich sicherlich über den Schatten freuen. Doch es ist im Moment zu gefährlich, sich unter diesen Bäumen aufzuhalten.“  

Von Tobias Lehmann

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