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Hemmingen Sondersitzung zur Zukunft von Arnum
Umland Hemmingen Sondersitzung zur Zukunft von Arnum
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19:45 11.07.2018
Der Einzelhandel in Arnum wird sich verändern. Das Bild zeigt die Überreste des NP-Marktes. Auf dem Gelände an der B3 wird ein Edeka-Markt gebaut. Quelle: Andreas Zimmer
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Arnum

 Wie soll sich Arnum weiter entwickeln? Das ist das Thema einer öffentlichen Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 30. August, ab 19 Uhr in der Wäldchenschule. Arnum als größter Hemminger Stadtteil bekommt gewissermaßen sein eigenes Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) 2030, auch Teil-ISEK genannt. In der Sitzung werden die entsprechenden Entwürfe vorgestellt, erläutert Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Dies sei zugleich Auftakt für die Diskussion.

Die Themen im ISEK reichen von Baugebieten über den Einzelhandel bis zu Naherholung und Klimaschutz sowie zu Angeboten zum Beispiel für Jugendliche und Senioren. Im Hemminger Stadtgebiet hat Arnum das größte Potenzial für neue Wohngebiete. Im Süden gibt es zum Beispiel eine etwa sieben Hektar große Fläche. Überlegt wird aber, ob zunächst weitere Wohnbauten in Arnum-West entstehen sollen. Im Entwurf werden auch die „guten Infrastruktureinrichtungen und die gute Anbindung“ ans Busnetz herausgestellt.

Die Stadtverwaltung hatte den etwa 130 Seiten starken ISEK-Entwurf für die gesamte Stadt im Februar 2017 vorgestellt. Bislang gibt es keinen Termin, wann der Rat das Konzept beschließt. Die politische Diskussion in allen Fachausschüssen beginnt Schedler zufolge im Oktober 2018. Aus der Bevölkerung gingen bereits etliche Vorschläge zu dem Zukunftspapier ein, zum Beispiel die Bockstraße mit dem Hohen Holzweg zu verbinden, um eine gut erreichbare Querverbindung zwischen dem Wohn- und dem Gewerbegebiet zu haben.

Das Problem in Arnum: Es gibt kein gewachsenes Zentrum. Das hängt mit seinen Ursprüngen als Straßendorf zusammen. Im ISEK wird der Bereich der B3 insbesondere im Kreuzung Göttinger Straße/Wilkenburger Straße als zentraler Punkt gesehen. „Leider ist dort keine geeignete Fläche für die Ansiedlung eines Nahversorgers vorhanden.“ Der Penny-Markt befindet sich am Ortsausgang in Richtung Hemmingen-Westerfeld. Wenige hundert Meter zuvor, auf der Fläche des bisherigen NP-Marktes, entsteht ein Edeka-Markt, mit dem neue Maßstäbe beim Einzelhandel im gesamten Stadtgebiet gesetzt werden sollen: Nicht nur, was das Einkaufserlebnis angeht, sondern zum Beispiel auch mit einem Café und Bistro, die auch sonntags geöffnet sind, wenn der Markt geschlossen bleibt. Der Edeka-Markt entsteht an der Bundesstraße 3. Durch den Bau der B3-Ortsumgehung soll weniger Verkehr auf der Arnumer Ortsdurchfahrt fließen und für die Ortschaft völlig neue Perspektiven eröffnen. Im ISEK heißt es: „Wichtig für einen zentralen Bereich wären Orte und Plätze mit Aufenthaltsqualität, die auch Raum für Aktionen wie zum Beispiel Märkte oder Feste bieten.“

Bei den Diskussionen um die Zukunft Arnums gilt auch zu berücksichtigen, dass die meisten Kinder im Stadtgebiet in Arnum wohnen: rund 800 Jungen und Mädchen im Alter bis zu zehn Jahren (Stand: 2016) - Hemmingen-Westerfeld steht mit 687 an zweiter Stelle - sowie 785 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren (666 in Hemmingen-Westerfeld).

Von Andreas Zimmer

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