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Hemmingen Neue Schulleitung ab November oder Februar
Umland Hemmingen Neue Schulleitung ab November oder Februar
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17:42 27.06.2018
Andreas Gonschior steht vor dem neuen Campus der KGS. Die Umgestaltung des Außengeländes der Carl-Friedrich-Gauß-Schule nimmt langsam Formen an. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen-Westerfeld

Andreas Gonschior (50) wohnt in Hildesheim und leitet die Hemminger KGS seit einem halben Jahr kommissarisch. Das bleibt auch vorerst so, denn es gibt noch keinen Nachfolger für Dieter Driller-van-Loo, der Ende Januar 2018 in den Ruhestand gegangen ist.

Das Schuljahr ist vorbei. Erleichtert?

Eher dankbar. Hätte das Kollegium nicht mitgezogen, hätten wir Probleme bekommen. Bei den Eltern herrscht ein hohes Maß an Verständnis, was zurzeit geht und was nicht. Auch dafür bin ich dankbar. Ich selbst musste schon eine Schippe drauflegen, sonst wäre ich wohl untergegangen.

Und noch immer keine neue Schulleitung in Sicht?

Doch, voraussichtlich zum 1. November oder 1. Februar.

Sie haben auch Ihren Hut in den Ring geworfen?

Ja, das habe ich. Mehr darf ich dazu aber nicht sagen.

Wie geht es denn nach den Sommerferien konkret weiter, denn Ute Leck als didaktische Leiterin ist diese Woche in den Ruhestand verabschiedet worden?

Ich gehe davon aus, dass Stefan Ludes ihr Nachfolger wird, der bisherige Leiter des KGS-Realschulzweiges. Dessen Stelle wird ausgeschrieben. Ich werde dann Hans-Jörg Hansemann, derzeit Koordinator des Hauptschulzweiges, kommissarisch mit der Leitung des Realschulzweiges betrauen. In die erweiterte Schulleitung wird Linda Wein kooptiert, die Inklusionsbeauftragte der KGS, die dieses Amt weiterhin ausübt.

Sie wirken trotz allem entspannt.

Ich habe mich aus der Vertretungsplanung herausgezogen und auch die Ganztagskoordination wurde mir abgenommen. Meinen Leistungskurs Mathematik habe ich noch behalten und auch ein Seminarfach betreut. Bestimmte Aufgaben aber konnte ich nicht abgeben. So hat das Land zum 1. August drei Beförderungsstellen an der KGS geschaffen. Realschullehrer können nun höher eingruppiert werden. Ich freue mich für die Kollegen und über die Anerkennung ihrer Arbeit, aber ich habe das ganze Verfahren zum ersten Mal gemacht, was nicht so leicht war.

Im neuen Schuljahr steigt die Zahl der Schüler um voraussichtlich 100 auf 1550. Der Jahrgang 5 ist siebenzügig. Wie sieht es dann bei der Unterrichtsversorgung aus?

Sie wird bei 96 bis 97 Prozent liegen. Die Abordnungen an die Grundschulen kehren zwar an die KGS zurück, aber es gehen einige Lehrkräfte in Pension, wir bekommen zwar einige Versetzungen, konnten jedoch zwei Stellen bisher nicht besetzen.

Was kann die Schule wegen der personellen Situation derzeit nicht leisten?

Wir haben die Konzeptarbeit runtergefahren. Wir nehmen sie beizeiten wieder auf.

Am Konzept für den städtische Schulentwicklungsplan aber wird gearbeitet?

Ja, nach den Sommerferien beginnt der Einstieg in die Raumplanung – nicht nur wegen G9, also dem Abitur nach 13 Jahren. Es gibt schon viele Ideen, zum Beispiel dass relativ verteilte Musikräume näher aneinander rücken sollen.

In diesem Schuljahr gab es keine Wanderklassen. Im nächsten aber schon?

Ja, das lässt sich wegen der höheren Schülerzahl nicht vermeiden.

Das Müllkonzept ist aber durch?

Richtig, der Schulvorstand hat es Mitte Juni verabschiedet. Wir starten zum August. Es wird nicht nur stärker Müll getrennt als bisher, sondern das Thema wird vielfach verwoben zum Beispiel mit dem Seminarfach Nachhaltigkeit.

Was bedeutet stärker getrennt?

Auf dem Außengelände werden Leichtverpackungen und Restmüll gesammelt, im Gebäude kommt noch Papier hinzu.

Die Campus-Umgestaltung läuft seit März. Beginnen die Arbeiten im Forum wie geplant in den Sommerferien?

Ja, Letzteres wird bis November dauern. Aber bei beiden liegt die organisatorische Führung bei der Stadt. Ich bin froh und glücklich, dass es läuft.

Das ist schon eine ganze Menge. Was wird noch eine besondere Aufgabe im zweiten Schuljahr sein?

Es ist das Thema Schullaufbahnempfehlung. Zum vergangenen Schuljahr haben die Grundschulen keine Empfehlung mehr ausgesprochen, sondern zum Beratungsgespräch eingeladen. Es hat sich gezeigt, dass einige Eltern und Kinder einen anderen Weg wählen als den von den Pädagogen geratenen, was in Ordnung ist. Aber es zeigt sich, dass manche Kinder im gymnasialen Kontext eklatant überfordert sind.

Wie werden Ihre Sommerferien aussehen? Und wann beginnen sie überhaupt für Sie?

Ich werde noch etwa zwei Wochen zu tun haben. Die Stundenpläne mache ich in den zwei Wochen vor Ferienende. In den zwei Wochen in der Mitte werde ich mit meiner Frau und meinen Kindern im Teenageralter verreisen – eine Mischung aus Aktivurlaub und Entspannung.

Sie müssen berufsbedingt viel lesen. Rühren Sie im Urlaub ein Buch an?

Ich hoffe, dass ich „Wer wir sind“ von Sabine Friedrich, ein Roman über den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, zu Ende lesen kann. Das Buch hat 2032 Seiten.

Von Andreas Zimmer

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