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Hemmingen Ulrich Opel gibt SoVD-Vorsitz nach Streit ab
Umland Hemmingen Ulrich Opel gibt SoVD-Vorsitz nach Streit ab
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00:15 30.06.2018
Ulrich Opel ist nicht mehr Vorsitzender des SoVD-Stadtverbands Laatzen/Hemmingen. Quelle: Torsten Lippelt
Laatzen/Hemmingen

Beim Stadtverband Laatzen-Hemmingen im Sozialverband Deutschland (SoVD) gab es einen Wechsel im Vorsitz. Der bisherige Amtsinhaber Ulrich Opel hat das Amt nach einer Auseinandersetzung mit der SoVD-Bereichsleitung abgegeben. Nachfolgerin ist Michaela Mahler, die bislang schon den Gleidinger Ortsverband leitet.

Die Entscheidung zum Rücktritt liegt bereits einige Wochen zurück, wurde aber erst jetzt öffentlich. „Bereits Anfang April habe ich mit sofortiger Wirkung und unwiderruflich meine Ämter als Beisitzer im Kreisvorstand und als Sprecher des SoVD-Stadtverbandes Laatzen-Hemmingen niedergelegt“, gab Opel bekannt. Das Gleiche gelte für seine weiteren Funktionen im Kreisverband, in dem er sich als Internetbeauftragter engagiert hat. Den Vorsitz des Ortsverbands Laatzen mit seinen rund 800 Mitgliedern werde er hingegen bis spätestens zu den Neuwahlen im Januar 2020 wahrnehmen – „auf Bitten der Vorstandskollegen und der Mitglieder“, wie Opel erläutert.

Als Grund für den Rückzug nennt er 67-Jährige eine Auseinandersetzung mit dem SoVD-Landesverband: Der Leiter des Regionalbereichs Hannover Lothar Kreyes habe Opel vor Zeugen vorgeworfen, er habe sich „verbandsschädigend“ verhalten – so sei es ihm zugetragen worden. Bezogen worden sei dies auf Äußerungen Opels vor dem Ortsverband Ingeln-Oesselse, wo er auf sinkende Mitgliederzahlen des SoVD hingewiesen hatte. „Auch Mitglieder haben das Recht zu erfahren, wo es mit dem SoVD hingeht und wie es steht“, findet hingegen Opel. Er habe den Regionalbereichsleiter aufgefordert, die Vorwürfe zurückzunehmen und sich zu entschuldigen. Auch vermisse er den Rückhalt des Landesverbands.

Kreyes hält dem entgegen, es sei bei dem Treffen mit mehreren Kreisvorsitzenden um zwei völlig unterschiedliche Zeitungsartikel gegangen, in denen der SoVD negativ dargestellt sei. Einer davon sei der Bericht über die Versammlung in Ingeln-Oesselse gewesen, in dem eine falsche Mitgliederzahl genannt wurde, der andere habe mit Opel nichts zu tun gehabt. Die Erwähnung des „verbandsschädigenden Verhaltens“ habe sich auf die Berichterstattung bezogen. „Es ging nicht um seine Person, sondern darum, was man öffentlich kundtut“, sagt Kreyes.

Der SoVD-Kreisvorsitzende Jürgen Mroz bedauert den Schritt Opels. „Auf der einen Seite ist er konsequent. Auf der anderen ist es sehr, sehr schade: So einen Mann kann man nicht von heute auf morgen ersetzen“, sagt Mroz.

Für Opel ist das ehrenamtliche Engagement unterdessen kein Selbstzweck. „Ich will nicht bis 80 mit Pattex am Amt kleben“, sagt der 67-Jährige. Seine Funktion als Vorsitzender des Stadthaus-Kuratorium nehme er neben dem SoVD-Ortsverbandsvorsitz weiterhin wahr.

Von Johannes Dorndorf

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