Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Römerlager: Wo sind die Schuhnägel?
Umland Hemmingen Nachrichten Römerlager: Wo sind die Schuhnägel?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 05.04.2017
Von Tobias Lehmann
Diese Rekonstruktion zeigt, wie das 30 Hektar große Römerlager einmal ausgesehen haben könnte. Quelle: Daniel Junker
Wilkenburg

In Fachkreisen bestehen kaum noch Zweifel: In Wilkenburg haben vor rund 2000 Jahren etwa 20.000 Römer ihr Lager aufgeschlagen. "Das sind mehr Einwohner als Hemmingen heute hat", sagte der Chemiker Robert Lehmann, der sich auf die Restauration alter Münzen spezialisiert hat. 55 Münzen wurden in dem rund 20 Hektar großen Areal bei Wilkenburg bisher ausgegraben. "Insgesamt verzeichnen wir 1700 Funde, von denen rund 200 bisher als eindeutig römisch identifiziert sind", sagte Lehmann. Die Funde helfen den Archäologen auch, das Lager chronologisch einzuordnen. Bisher wird davon ausgegangen, dass die Römer in den Jahren zwischen 10 vor Christus und 10 nach Christus in Wilkenburg gastierten. 

Zu Gast bei der Veranstaltung am Sonnabend im Rathaus war auch die promovierte Archäologin Bettina Temmel. Sie hat bereits zahlreiche Römerlager in Nordrhein-Westfalen untersucht und wies auf eine Ungewöhnlichkeit hin: Bisher wurden in Wilkenburg keine Schuhnägel gefunden. "Bei den Lagern in Nordrhein-Westfalen haben wir Hunderte davon ausgegraben. Die Römer haben diese auf ihren Märschen reihenweise verloren", sagte sie. Dennoch deute alles andere darauf hin, dass es sich in Wilkenburg um ein Römerlager handele, das um das Jahr Null herum errichtet wurde.

Es lässt sich anhand der bisher in Deutschland entdeckten Lager sogar eine mögliche Route konstruieren, die der römische Zug genommen haben könnte. "Meist lässt sich alle 20 Kilometer ein Lager entdecken. Das entspricht einem Tagesmarsch", sagte Temmel. Möglicherweise seien die Römer aus dem Lager in Barkhausen gekommen. Dann müssten zwischen Wilkenburg und Barkhausen noch zwei bis drei weitere Lager zu finden sein, vermutete Temmel. 

Mit Musik und spitzer Zunge hat die Kabarettistin Sarah Hakenberg die Besucher im ausverkauften Kulturzentrum bauhof begeistert. Ihr Programm heißt "Nur Mut!" und berichtet von zahlreichen Ängsten. Eine konkrete Angst der schwangeren Hakenberg war es, auf der Bühne eine Sturzgeburt zu bekommen.

Tobias Lehmann 05.04.2017

Mehr als 65 Kinder und Jugendliche haben das Musical Piratissimo im Forum der KGS aufgeführt. Die Musikschule hatte das Musical gemeinsam mit ihnen sowie mehr als 40 Instrumentalisten einstudiert. In bunten Kostümen und mit vielen Melodien ging es in dem Stück einmal rund um die Welt.

Tobias Lehmann 05.04.2017

Der Tierschutzverein Hände für Pfoten in Arnum sucht ein neues Zuhause für Meerschweinchen Romeo. Das Männchen hat schon einiges erlebt und verdient es, in einem guten Heim in tierischer Gesellschaft zur Ruhe zu kommen.

Kim Gallop 05.04.2017