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Umland Hemmingen Nachrichten Neues Projekt am Römerlager
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00:15 10.07.2017
Von Tobias Lehmann
Die Römer AG Leine hat schon viele Aktionen rund um das Römerlager gestartet. Dazu gehört auch, dass Mitglied Werner Pollak sich für die Führungen in eine historische Kluft kleidet. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
Wilkenburg

Das Projekt trägt den Titel "Hannover, Aleppo, Rom - verbunden durch die Römer". Das gesamte Mittelmeergebiet und viele Bereiche Europas gehörten zum römischen Einflussgebiet. "Wir alle haben römische Wurzeln", teilt die RAGL mit. Zu der Arbeitsgemeinschaft gehören neben einheimischen Archäologen, Naturwissenschaftlern und Historikern unter anderem auch ein aus Syrien geflüchteter Archäologe, ein aus der Türkei stammender Pädagoge und eine englische Historikerin. Diese kulturelle Vielfalt wird die RAGL jetzt nutzen.

Innerhalb des neuen Projekts sollen zahlreiche pädagogische Aktivitäten rund um das Römerlager und die römische Kultur entwickelt und angeboten werden. Zudem sollen spezielle Führungen für Flüchtlinge angeboten werden. Die Schirmherrschaft übernimmt Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen. "Das ist ein wunderbares Zeichen für transkonfessionelle Zusammenarbeit zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels", teilt die AG mit. Dieses Ziel ist der Erhalt des durch Kiesabbau bedrohten Römerlagers als Bodendenkmal für alle Bürger.

Das rund 30 Hektar große Lager wurde 2015 bei Grabungen entdeckt. Die Firma Holcim will dort jedoch Kies abbauen. Die notwendige Genehmigung der Region Hannover steht allerdings noch aus. Die Arbeitsgemeinschaft will mit ihren Aktivitäten auch die Politik für die Situation sensibilisieren. Die Fachleute gehen davon aus, dass das Lager rund um das Jahr Null errichtet wurde. Vieles deute sogar darauf hin, dass der spätere Kaiser Tiberius selbst vor Ort war. Tiberius war der Adoptivsohn des damaligen Kaisers Augustus und galt als Kosmopolit und geschickter Diplomat.

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