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Umland Hemmingen Nachrichten Arnumer Landwehr fließt zu langsam
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00:16 01.06.2018
Eine der Stationen bei der jüngsten Gewässerschau war die Arnumer Landwehr in Hiddestorf. Quelle: Torsten Lippelt
Arnum/Hiddestorf

Die Arnumer Landwehr fließt nicht so, wie sie sollte. Das Problem wurde bereits bei einer Gewässerschau Ende November 2017 erkannt. Die mehr als zehn Teilnehmer – Vertreter verschiedener Organisationen, Kommunen und interessierte Bürger - werden sich voraussichtlich im Sommer noch einmal an dem Bach zwischen Hiddestorf und der Ronnenberger Ortschaft Linderte treffen.

Geprüft werden soll, ob immer noch sogenannter Schluff aus ganz feiner Erde des Quellbereichs die Fließgeschwindigkeit der Arnumer Landwehr drosselt. Das führe unter anderem dazu, dass angrenzende Ackerflächen nach Schlechtwetterphasen trotz einer Drainage unter der Bachsohle nur langsam vom Regenwasser frei laufen würden, hieß es bei der Gewässerschau.

In einigen Wochen soll deswegen noch einmal diskutiert werden, ob dort durch Ausbaggern auf mehreren hundert Metern Länge die Fließgeschwindigkeit erhöht werden kann oder sich ob zum Beispiel mit einem vorgelagerten Teich, in dem sich das Wasser sammeln kann, eine sogenannte Schlammschwelle schaffen lässt.

„Jeder Eingriff sollte so schonend wie möglich erfolgen, denn er hat Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere“, erläutert Melanie Salchow vom Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere Leine. „Für die beste Lösung muss man das gesamte Fließsystem und nicht nur einen Teil betrachten, um den Tieren hier nicht ihren Lebensraum leer zu räumen.“

Bei zwei weiteren Vorhaben, die ebenfalls Thema bei der Gewässerschau waren, ist man mittlerweile weiter:

Auf der Masch: Der Seitenstreifen entlang der Arnumer Landwehr im Bereich Auf der Masch in Hiddestorf wird – wegen der engen Grundstücke mit Zäunen zum Wasser hin – auf der einen Seite mit einem Mäher gepflegt und auf der anderen Seite in Handarbeit mit Wathose und mit Sense.

Tal der Büffel: In Arnum zwischen der Arnumer Kirchstraße und der Straße An der Landwehr, im Volksmund auch Tal der Büffel genannt, waren bei Stürmen im Herbst und Winter Bäume an der Arnumer Landwehr umgestürzt. Die Stämme wurden mittlerweile so abgesägt, dass deren meist tonnenschweren und senkrecht aufgerichteten Wurzelballenteller trotzdem sicher stehen bleiben.

Von Torsten Lippelt

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