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Ausschuss: Forum für 850.000 Euro sanieren

Hemmingen-Westerfeld Ausschuss: Forum für 850.000 Euro sanieren

Illuminiertes Licht an der Decke, neue Vorhänge, Leinwand, Beamer, ein flexibles Mischpult und das drahtlose Netzwerk WLAN: Das Forum der Hemminger KGS wird als Raum auch für außerschulische Veranstaltungen herausgeputzt.

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So sieht es heute im Forum aus: Unzureichende Beleuchtung, schlechte Akustik und kein Sichtschutz zum Beispiel in Richtung Treppenhaus und Toiletten (im Hintergrund).

Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)

Hemmingen-Westerfeld. Das ist nicht ganz billig: 850.000 Euro will sich die Stadt die umfangreiche Sanierung kosten lassen. Das hat der Fachausschuss in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig empfohlen. Es dauert seine Zeit, bis das Forum erneuert ist: Nach dem bisherigen Plan wird die Sanierung mit Start der Sommerferien 2018 beginnen, also Ende Juni, und bis zum Ende der Herbstferien, also Mitte Oktober 2018, dauern.

Von der Aula hin zum Veranstaltungsforum: Architekt Herwig Krause vom Büro SKS aus Hannover erläuterte die Entwürfe. So seien unter anderem mehrere Vorhänge vorgesehen, die flexibel genutzt werden können, zum Beispiel ein blickdichter auf der Fensterseite und einer, der den „Blick zum sterilen Treppenhaus versperrt“. Die Vorhänge dienen auch dazu die Akustik im Forum zu verbessern. Bei allen Planungen sei zu beachten, dass ein Fluchtweg ans Forum grenze.

Bei der Deckenbeleuchtung schlägt das Büro zwei Varianten vor: Leuchtenleisten an einer ebenen Decke oder eine sogenannte gestaffelte Decke. Bei Letzterer könne die Beleuchtung so wie in einem Klassenraum geschaltet werden, aber auch in vier Schotten illuminiert in unterschiedlichen Farben. Der Ausschuss entschied sich für diese Variante, weil sie mehr Nutzungsmöglichkeiten zulässt.

Die Bühne soll künftig mithilfe einer Traverse besser ins Licht gesetzt werden. An dem Träger vor der Bühne sind dann die Scheinwerfer angebracht. Weitere werden sich im Bühnenbereich befinden.Brandschutzgründe nennt Krause als Grund, warum ein Teil der Bühne abgetrennt wird und zwei Türen erhält. In diesem Bereich soll ein Requisiten- und Stuhllager entstehen. Dort soll auch das neue Mischpult aufbewahrt werden, das bei Bedarf zum Beispiel in den Zuschauerraum geschoben werden kann. Die Stühle, sie stehen zurzeit im Forum an der Seite, sollen dort ebenso unterkommen wie ein Flügel.

Herwig Krause erläuterte ferner, dass die Lüftungskanäle erneuert und neu positioniert werden. Zudem sei die Erneuerung der Rampe für Rollstuhlfahrer geplant. Eine Induktionsschleife für Hörbehinderte werde es nicht geben. Häufig werden diese im Fußboden verlegt, doch dieser solle nicht geöffnet, sondern nur abgeschliffen werden.

Wolf Hatje (DUH) forderte bei den akustischen Anlagen einen hohen Standard zu wählen. „Es ist der einzige öffentliche Versammlungsraum für rund 200 Zuschauer und hat eine öffentliche Wirkung“, argumentierte er. Krause erläuterte, dass der mittlere Standard ausreiche. Für einen höheren wären weitere Umbauten erforderlich. Der Ausschussvorsitzende Jens Beismann (SPD) drückte es so aus: „Noch mehr Technik wäre verlorene Liebesmüh.“

Nicht nur die Kommunalpolitiker, sondern auch die Schulleitung, die Schüler- und die Elternvertretung befürworten das Konzept. Elternvertreter Thorsten Langner lobte vor allem die neuen Vorhänge, mit denen das Forum einen Sichtschutz erhält. „Dann kann im Forum ungestört zum Beispiel für Aufführungen geprobt werden“, sagte er.

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