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Umland Hemmingen Nachrichten Schon bald neue Anträge für Windräder?
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00:17 14.08.2017
Von Andreas Zimmer
Bei den Plänen für neue Windräder ist die Region in Hemmingen auf viel Gegenwind gestoßen. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

„Es ist aber zum Beispiel möglich, dass nun Anträge gestellt werden für Windenergieanlagen, die niedriger sind als die bisher abgelehnten“, erläutert Fachbereichsleiter Axel Schedler im Hinblick auf das umstrittene Gebiet zwischen Hemmingen, Pattensen und Springe. Auf Hemminger Gebiet sei nur ein Windrad geplant, und zwar in Hiddestorf, doch dafür sei bisher kein Antrag gestellt worden.

Das Raumordnungsprogramm wird für etwa zehn Jahre aufgestellt. Die Vorbereitungen sind immens: Sonja Beuning, Fachbereichsleiterin bei der Region, spricht von einem „beinahe vierjährigen Kraftakt“. Auch die Stadt Hemmingen hatte im Vorfeld Stellungnahmen abgegeben, vor allem zum Bau von Windrädern in dem Städtedreieck und zum Kiesabbau in Wilkenburg. Sie spricht sich gegen beide Vorhaben aus.

Für den Kiesabbau seien keine neue Flächen aufgenommen worden, erläutert Schedler, sondern es seien jene, die schon seit mehr als 20 Jahren im Raumordnungsprogramm stünden. Die Region Hannover wartet zurzeit, wie sie am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, auf eine Stellungnahme des Kultusministeriums, die Erkenntnisse über die Auflagen für den Erhalt des Römerlagers in Wilkenburg gibt. Es ist das erste Römerlager in der norddeutschen Tiefebene. Spuren davon wurden 2015 entdeckt. Regionssprecher Klaus Abelmann sagt, der nächste Schritt wäre das Gespräch mit der Firma Holcim, die dort Kies abbauen möchte. Eine von dieser Zeitung angeforderte Stellungnahme des Unternehmens war bislang noch nicht eingegangen. Die Hemminger Stadtverwaltung geht mittlerweile davon aus, dass sich das Verfahren wohl noch einige Jahre hinziehen könnte.

Auch beim Einzelhandel gibt es Vorgaben durch das Raumordnungsprogramm. So ist die Verkaufsfläche für den geplanten Edeka-Markt an der B3 in Arnum, weil sie 1500 Quadratmeter übersteigt, eigentlich zu groß. Die Stadtverwaltung sieht aber, auch wenn es mittlerweile etwa 1800 Quadratmeter sind, keine Bedenken, da der Markt „im Versorgungskern von Arnum“ errichtet werden soll. Arnum ist mehrere Male im Raumordnungsprogramm erwähnt wie zum Beispiel bei der Stadtbahn. Sie soll bis 2021 zunächst nur bis Hemmingen-Westerfeld fahren. „Für eine Verlängerung bis Arnum-West ist die Trasse frei zu halten“, erläutert Schedler. Wann dieser Teil der Strecke gebaut werde, sei weiter unklar.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Hemmingen 2025, über das zurzeit diskutiert wird, ist wegen des in Kraft getretenen Raumordnungsprogramms nicht zu ändern. „Die Punkte haben wir bereits in unserem Vorentwurf berücksichtigt“, sagt Schedler.

Die Region startet derweil ins erste Änderungsverfahren. Regions-Fachbereichsleiterin Beuning erklärt: „Das Regionale Raumordnungsprogramm ist an das zwischenzeitlich novellierte Landes-Raumordnungsprogramm 2017 anzupassen.“

Die Stadt hat eine neue Bürgerbroschüre verfasst. Sie ist deutlich umfangreicher und enthält erstmals nicht nur Kontaktdaten, sondern auch redaktionelle Inhalte zu den Institutionen und Vereinen. Die kostenlose Broschüre wird ab sofort in den Bürgerbüros in Hemmingen-Westerfeld und Arnum verteilt.

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