Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Bald erste öffentliche Ladesäulen?
Umland Hemmingen Nachrichten Bald erste öffentliche Ladesäulen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:49 08.03.2018
Bürgermeister Claus Schacht hat im neuen E-Auto der Stadt Platz genommen. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

 Elektromobilität in Hemmingen: ein großes Thema, aber bislang ist nur eine kleine Zahl von Elektroautos gemeldet. Gerade einmal neun private oder gewerbliche Elektrofahrzeuge sind es in Hemmingen, wobei die Zahl noch aus dem Jahr 2016 stammt. Hinzu kommt ein Dienstfahrzeug der Stadt. Öffentliche Ladesäulen gibt es nicht. Das kann sich schnell ändern.

Noch im März 2018 soll über den Förderantrag der Stadt zusammen mit dem Energieversorger Enercity entschieden werden. Dann würde es öffentliche Ladesäulen am Rathausplatz in Hemmingen-Westerfeld und am Bürgerbüro in Arnum geben. Wie Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, erläuterte, habe die Stadt bereits mit dem Energieversorger Avacon einen Zuschuss vom Bund für eine öffentlich zugängliche Schnellladesäule am Rathausplatz beantragt. „Wir sind allerdings nicht zum Zuge gekommen“, sagte Schedler. Zurzeit prüfe der Hemminger Betriebshof, ob dieses Jahr als Ersatzfahrzeug für einen Volkswagen Caddy ein Elektromobil mit Ladefläche angeschafft werden kann. 

Seit Mitte Februar 2018 setzt die Stadt ein Elektrofahrzeug für den Senioren-Einkaufsdienst, aber auch für andere Dienstfahrten ein. Das Fahrzeug steht am Rathausplatz mit einer Ladesäule, die nicht öffentlich zugänglich ist. Die Verwaltung nutzt auch bereits ein Dienst-Pedelec. Das Lastenfahrrad Hannah kann von jedermann genutzt werden.

Zusammen mit den Energieversorgern Avacon und Enercity sowie dem Enercity-Fonds pro Klima und der Klimaschutzagentur hat die Stadt ein Konzept zur Förderung der Elektro-Mobilität erstellt, über das die politischen Gremien in Hemmingen jetzt beraten haben. Bei den Diskussionen zeigte sich: Die Stadt betrachtet es als wichtiges Thema und will, soweit möglich, eine Vorbildrolle einnehmen und positiv Einfluss nehmen, ist aber zurzeit nicht bereit viel Geld zu investieren. „Es muss nicht jeder das Rad neu erfinden“, sagte CDU-Fraktionschef Ulff Konze in der jüngsten Ratssitzung. Von der Klimaschutzagentur der Region bis zum Projekt auf Bundesebene: „Sie alle sind an dem Thema dran.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann stimmte Konze zu: „Wir sollten den Diskussionsprozess mitbegleiten, aber nicht mitbezahlen.“ 

Ulff Konze hatte schon bei der Diskussion im Fachausschuss darauf hingewiesen, dass eine Ladestation etwa 16.000 Euro kostet. „Es ist nicht zu erwarten, dass Massen zum Hemminger Rathaus fahren und dort aufladen.“ Ulrike Roth, Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, stimmte ihm zu: „Es muss nicht bis in den letzten Feldweg hineingehen.“ Die Ladesäulen sollten aber an exponierten Stellen stehen wie beispielsweise an der Stadtbahn-Endhaltestelle in Hemmingen-Westerfeld. Dort sei bereits eine geplant, sagte Fachbereichsleiter Axel Schedler. In der Ratssitzung riet er davon ab zum jetzigen Zeitpunkt „flächendeckend in allen Stadtteilen Ladesäulen hinzustellen“, sondern sich auf die beiden größten Stadtteile Arnum und Hemmingen-Westerfeld zu konzentrieren. Eine Ladesäule sei auch auf dem Gelände des Edeka-Marktes an der B3 in Arnum vorgesehen.

Die DUH schlägt ein „Experiment für Laternenparker“ vor, damit jene, die ihr Auto am Straßenrand abstellen, am Mast aufladen können. Der Fraktionsvorsitzende Wolf Hatje sagte: „Der Handlungsspielraum der Kommunen ist größer als es im Hemminger Konzept steht.“ Die Bündnisgrünen unterstützen die DUH. „Der Vorschlag ist gut“, sagte Ulrike Roth und regte an die Solarnutzung beim Laden zu prüfen.

Fest steht: Das Hemminger Konzept zur E-Mobilität ist nicht in Stein gemeißelt. So steht es auch in dem Papier: „Da sich die Rahmenbedingungen bedingt durch Fördermaßnahmen und den technischen Fortschritt und geplante gesetzliche Vorschriften zur Kohlendioxid-Reduzierung stetig verändern, muss ein derartiges Konzept ständig fortgeschrieben werden.“ 

Von Andreas Zimmer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Verein Rumänien-Arbeitsgruppe Hemmingen hat sein 25-jähriges Bestehen mit einem bunten Bühnenprogramm gefeiert. Mehr als 100 Gäste kamen zum Benefiz-Varieté in Hemmingen-Westerfeld.

08.03.2018

Der SV Harkenbleck hat bei seiner Jahresversammlung einstimmig eine Beitragserhöhung beschlossen – bei einem auch künftig moderaten Beitragsniveau. Der Vorsitzende Udo Muth wurde in seinem Amt bestätigt. 

07.03.2018

Der Musiker und Schauspieler Michael Fitz war am Sonnabend wieder einmal im Hemminger Bauhof zu Gast. Er präsentierte sein Programm „Jetz’ auf gestern 2018“ – und blieb dabei seinem Vortrag in bayerischer Mundart konsequent treu. 

07.03.2018