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Umland Hemmingen Nachrichten Feuerwehr warnt vor Betreten der Eisflächen
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12:06 26.02.2018
Die Laatzener Feuerwehr warnt eindringlich vom Betreten von Seen und Teichen. Auch wenn die Wasserflächen, wie hier der Stückenfeldteich, schon zugefroren sind. Die Eisschicht ist noch nicht dick genug. Es droht Einsturzgefahr. Quelle: Gerald Senft
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Laatzen

 Die eisigen Temperaturen lassen in der Region Hannover die Wasserflächen gefrieren. Während Enten problemlos über das Eis laufen, ist das für Menschen lebensgefährlich, denn die Eisschicht ist noch immer nicht dick und tragfähig genug. Dass dies längst nicht jeder weiß war in den vergangene Tagen bereits in Laatzen-Mitte zu beobachte. Mehrfach waren dort Kinder auf der Eisfläche des Marktteiches gesehen worden. Erst nach dem Hinweis und der Aufforderung aufmerksamer Passanten, kehrten sie ans Ufer zurück. 

Allgemeine Tipps bei zugefrorenen Wasserflächen

1. Kindern aufklären: Gerald Senft, Sprecher der Laatzener Feuerwehr, rät dringend dazu, örtliche Warnhinweise ernst zu nehmen und Kindern die Gefahr zu erklären, die von den gefrorenen Wasserflächen ausgeht.

2. Eisflächen generell meiden: Wer allein unterwegs ist, sollte Eisflächen grundsätzlich nicht betreten.

5 Tipps für den Notfall

1. Wenn’s knistert, flach hinlegen: Wer eine Eisfläche betreten hat, die zu knistern anfängt, knackt oder Risse aufweist, der muss besonders vorsichtig sein, betont Senft: „In einem solchen Fall sollte man sich flach hinlegen und vorsichtig zum Ufer robben.“ Dabei sei es sinnvoll, sich flach auf das Eis zu legen. Das Gewicht des Körpers verteile sich dann auf eine größere Fläche.

2. Ruhe bewahren: Wer dennoch ins Eis einbricht, sollte laut um Hilfe rufen und versuchen, nicht in Panik zu geraten. „Es ist ratsam, sich möglichst wenig zu bewegen“, so Senft. Eingebrochene sollten versuchen, sich vorsichtig aufs Eis zu ziehen oder sich daran festzuhalten. „Wenn das Eis weiter bricht kann man versuchen, sich mit den Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer freizuschlagen.“

3. Hilfe verständigen: Wer im Eis eingebrochene Personen sieht, sollte sofort den Notruf 112 wählen. „Helfer können eingebrochene Personen mit einem langen Gegenstand erreichen oder ihnen einen Ball oder Schwimmreifen mit einer langen Leine zuwerfen.“

4. Gefahren richtig abschätzen: Die Retter sollten sich aber nicht selbst in Gefahr bringen. „Das Eis ist auf jeden Fall brüchig, sonst wäre die Person nicht eingebrochen“, so Senft. Wer sich dennoch an eingebrochene Menschen heranwagt, sollte nach Möglichkeit Leitern oder Bretter als Unterlage nutzen. „Damit wird die Oberfläche unter dem Retter vergrößert und somit das Gewicht verteilt.“

5. Langsam aufwärmen: Nach der Rettung sollte die nasse Kleidung sofort ausgezogen werden. Senft rät dazu, sich langsam aufwärmen und warmen Tee zu trinken. Alkohol sei dabei tabu.

Wenn Hunde oder andere Tiere im Eis eingebrochen sind, sollte ebenfalls die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmiert werden. „Geraten Sie nicht in Panik und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr“, rät Senft. Hunde könnten sich oft selbst aus dem Eis befreien. „Es kann aber helfen, dem Tier einen Gegenstand zuzuwerfen, mit dem es sich selbst retten kann.“

Von Daniel Junker

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