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00:16 20.11.2016
Von Andreas Zimmer
Bei der Verleihung (von links): Ministerpräsident Stephan Weil, Barbara Kiene vom Hemminger Netzwerk für Flüchtlinge, die Laudatorin Nariman Reinke und die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf. Quelle: Ole Spata
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Hemmingen

Jede Zusammenkunft endet damit, dass die Teilnehmer gemeinsam Lieder singen. Einige davon haben die Netzwerk-Mitglieder sogar selbst geschrieben. Bei einem Lied über Wochentage zum Beispiel stehen die Teilnehmer im Kreis und halten Schilder mit den entsprechenden Wörtern hoch, wenn die Vokabel im Lied auftaucht.

„Alle sollen in guter Stimmung nach Hause gehen können“, so steht es im Konzept des Netzwerkes, das die Jury überzeugte. Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, verlieh den Preis am Mittwochabend mit Ministerpräsident Stephan Weil im Alten Rathaus in Hannover.

Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro datiert. Es gibt vier Preisträger, die je 6000 Euro erhalten haben. „Das ist eine Anerkennung für unsere Arbeit“, sagte Barbara Kiene vom Netzwerk am Donnerstag gegenüber dieser Zeitung. Seit Juni 2015 bringen etwa 30 Helfer an zwei Terminen in der Woche in Arnum den Flüchtlingen individuell erste Deutschkenntnisse bei. Seit Ende Mai dieses Jahres gibt es ein solches Angebot auch im Trinitatis-Gemeindehaus in Hemmingen-Westerfeld.

Das Netzwerk hatte sich für den Preis beworben. Die Jury unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, hatte aus 170 Bewerbungen auszuwählen. Laudatorin bei der Preisverleihung im Alten Rathaus in Hannover war Nariman Reinke. Sie hat deutsch-marokkanische Wurzeln, ist Vorsitzende des Vereins Deutscher Soldat und war auch Jurymitglied. „Hemmingen ist Deutschland“, lobte sie das Engagement des Netzwerkes. Sieben Mitglieder davon waren zur Preisverleihung gekommen.

Der Integrationspreis wurde zum siebten Mal verliehen. Er stand diesmal unter dem Motto „Zugehörigkeit durch Verständigung – Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe“. Die ausgezeichneten Projekte sollen als Anregung für weitere Engagierte dienen.

Kinderbetreuung: Für die Betreuung von Jungen und Mädchen unter drei Jahren während des Deutschunterrichtes fehlen Helfer. Interessierte melden sich bei Barbara Kiene unter Telefon (0 51 01) 48 22.

Infoabend: Zum Thema Integrationsbegleitung/Patenschaften lädt das Netzwerk für Donnerstag, 24. November, 19.30 Uhr, in den Bürgersaal im Rathaus ein.

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