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Umland Hemmingen Nachrichten Quo vadis, Römerlager?
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16:05 08.01.2017
Robert Lehmann (links) und Karola Hagemann bei der Enthüllung der neuen - inzwischen zweiten - Informationstafel in Wilkenburg, die über die Bedeutung des Römerlagers informiert Quelle: Torsten Lippelt
Wilkenburg

Erstellt wurde die Tafel, die an der Dicken Riede 10 am Ortsausgang Richtung Arnum aufgestellt wurde, unter fachlicher Beratung der Leibniz-Universität Hannover und des Landesamtes für Denkmalpflege. Finanziert und aufgestellt wurde sie mit Hilfe von Spendengeldern von der Römer AG Leine, der Bürgerinitiative gegen Kiesabbau in Wilkenburg und der Numismatischen Gesellschaft zu Hannover. Texte und Bilder auf der Tafel veranschaulichen, wie das Lager bei Ausgrabungen im Frühjahr und Herbst 2015 entdeckt wurde, welche Funde dabei zutage traten und in welchem historischen Kontext das Lager zu sehen ist.
Bei der Vorstellung der Tafel gab es Kritik an der Region Hannover. Diese hatte in ihrer Stellungnahme als Untere Denkmalschutzbehörde zum laufenden Planfeststellungsverfahren für eine weitere Kiessandgewinnung ihre Zweifel an der herausragenden Bedeutung des Fundortes für die Region Hannover geäußert. „Die Bewertung der Bedeutung dieses Fundes obliegt dem Landesamt für Denkmalpflege – und nicht der Unteren Denkmalschutzbehörde", sagte Robert Lehmann vom Arbeitskreis Archäometrie der Leibniz-Universität Hannover. "Trotz fachlichen Einspruchs des Landesamtes für Denkmalpflege und mehrerer Universitäten scheint die Untere Denkmalschutzbehörde die Zerstörung dieses Bodendenkmals zu fördern. Leider zögert das Wissenschaftsministerium, etwas zu unternehmen", ergänzt er. Er wünsche sich mehr Engagement vom Land für „das einzige bekannte, nicht überbaute römische Marschlager nördlich des Limes und das größte römische Bodendenkmal Niedersachsens“.

Die Grabungen im Jahr 2015 hatten ergeben, dass an der Stelle vor rund 2000 Jahren ein 500 mal 600 Meter großes römische Marschlager angelegt worden war. Nach Einschätzung der Region hat es jedoch nur spärliches römisches Fundmaterial vorzuweisen: Wie berichtet, stuft die Denkmalbehörde der Region das Lager nicht als Denkmal von europäischer Bedeutung ein. In Europa gebe es eine ganze Reihe weiterer ähnlicher Fundstellen, hieß es zur Begründung. Dagegen hatten Archäologen von der Landesdenkmalbehörde den Fund als „Sensation“ bezeichnet.


Veranstaltungen zum Römerlager in Wilkenburg

In nächster Zeit gibt es mehrere Veranstaltungen rund um das Römerlager in Wilkenburg:

- Am Mittwoch, 8. Februar, 18.30 Uhr, referiert Bezirksarchäologe Friedhelm Wulf im Museum August Kestner, Trammplatz 3 in Hannover, über die Fundmünzen im Römerlager.

- Am Sonnabend, 25. Februar, sowie am Sonnabend, 18. März, gibt es jeweils von 13 bis 14 Uhr Führungen auf dem Römerlager-Gelände.

- Am Sonnabend, 1. April, findet im Ratssaal vom Rathaus Hemmingen mit drei Referenten das zweite öffentliche Symposium zum Römerlager Wilkenburg statt

Die Teilnahme ist jeweils kostenfrei, Anmeldungen nimmt die Römer-AG und der Adresse roemer-ag-leine@web.de entgegen.

Fotostrecke Hemmingen: Quo vadis, Römerlager?

Von Torsten Lippelt

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