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Umland Hemmingen Nachrichten Neue Wohngebiete stehen im Mittelpunkt
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00:17 04.02.2018
Rund 50 Gäste informieren sich über das ISEK. Quelle: Foto: Lehmann
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Hemmingen

 Die Stadt Hemmingen hat zwar von den 21 Kommunen der Region Hannover die kleinste Fläche, doch das Interesse dort zu wohnen ist offenbar groß. „Es gibt nahezu täglich Anfragen von Bürgern, die gerne in unsere Stadt ziehen wollen“, sagte Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. „Doch unsere Entwicklungsmöglichkeiten sind leider begrenzt.“ Rund 50 Mitglieder und Gäste des Bürgervereins Hemmingen hatten sich am Mittwochabend im Bürgersaal des Rathauses in Hemmingen-Westerfeld versammelt, um sich über den aktuellen Stand des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) 2025 Hemmingen zu informieren. 

Schedler ging vor allem auf die Entwicklung neuer Wohngebiete ein, da es zu Themen wie Hochwasser, Feuerwehr und Schulentwicklung noch gesonderte Bürgerveranstaltungen geben werde. Die Moderation des Abends übernahm der TV-Journalist Thorsten Hapke. 

Folgende Flächen könnten sich laut Verwaltung als Wohngebiete eignen: In Arnum nördlich der Bockstraße, in Hemmingen-Westerfeld im südwestlichen Bereich zwischen der Weetzener Landstraße und der Göttinger Landstraße, in Harkenbleck westlich der Mehrzweckhalle am Hallerskamp und in Hiddestorf nördlich des Wiesenwegs. Schedler sagte, dass die Verwaltung die Fläche in Hemmingen-Westerfeld als besonders interessant ansehe. Dort könnten auch ein Seniorenwohnprojekt oder Sozialwohnungen entstehen. In der gesamten Stadt gebe es zurzeit nur 200 Sozialwohnungen. Die Stadt wolle jetzt auch versuchen, die entsprechenden Flächen dort zu erwerben. Sollten die Grundstücksbesitzer nicht verkaufen wollen, wäre es möglich, eine Klausel aus dem Baugesetzbuch anzuwenden, die im Sinne einer sogenannten städtebaulichen Entwicklung den Verkauf vorschreibe. „Das ist keine Enteignung. Die Grundstücksbesitzer werden angemessen bezahlt“, sagte Schedler. 

Bei den Gewerbeflächen sieht es ähnlich knapp aus. „Es gibt eine Statistik der Region Hannover, die mögliche Gewerbeflächen für die Kommunen ausweist. Hemmingen ist die einzige Stadt, für die dort keine einzige Fläche angegeben wird“, sagte Schedler. Es gebe so nur die Möglichkeit, die bestehenden Gewerbegebiete in Arnum und Hemmingen-Westerfeld weiter zu entwickeln. 

Weiterhin ging Schedler darauf ein, dass Arnum möglicherweise in ein Städtebauförderungsprogramm aufgenommen werden könnte. Nach der Fertigstellung der B-3-Ortsumgehung soll die Ortsdurchfahrt neu gestaltet werden. Erste Planungen dafür sollen noch dieses Jahr entwickelt werden. Im nächsten Jahr könne dann der Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm gestellt und 2020 mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden. 

Das ISEK ist am Donnerstag, 8. März, wieder Thema in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses  für Stadtentwicklung und Umwelt. Anschließend werde es politscih beraten und dann möglicherweise noch vor der Sommerpause beschlossen. „Für den 7. Juni ist die letzte Ratssitzung vor den Sommerferien geplant. Vielleicht fällt die Entscheidung auch erst nach der Sommerpause. Wir stehen bei in dieser Angelegenheit nicht unter Zeitdruck“, sagte Schedler. 

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Von Tobias Lehmann

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