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Deveser Straße wird erst 2018 gesperrt

Devese Deveser Straße wird erst 2018 gesperrt

Die Deveser Straße bleibt länger offen als geplant. Sie wird voraussichtlich erst Anfang April 2018 gesperrt. Das teilte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage dieser Zeitung mit.

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Die Deveser Straße: Hier entsteht bald eine Brücke.

Quelle: Andreas Zimmer

Devese. Im Zuge des Baus der B3-Ortsumgehung sollte die Sperrung ursprünglich im Oktober oder November dieses Jahres beginnen. Doch die Planungen und Ausschreibungen dauert laut Behörde länger als erwartet.

Es handelt sich um die Kreisstraße 225 zwischen Devese und Hemmingen-Westerfeld, also die Strecke zwischen der Kreuzung mit dem Stadtweg und der Gaststätte Mutter Buermann bis zur heutigen B3 in oder aus Richtung Rathaus. Etwa auf der Hälfte der Strecke wird eine Brücke über die künftige Umgehungsstraße errichtet sowie ein Straßendamm, denn die K225 wird zum Wirtschaftsweg. Die Bauarbeiten dauert laut Landesbehörde voraussichtlich bis März 2019. Im Jahr 2019 soll die 7,5 Kilometer lange Ortsumgehung auch freigegeben werden.

Für Autos ist die Deveser Straße also künftig tabu. Es sind dann nur Fußgänger, Radverkehr, Linienbusse und landwirtschaftlicher Verkehr erlaubt. Dabei soll es auch bleiben, fordert die „Initiative Verkehrsberuhigung Deveser Straße“, die sich jetzt gegründet hat. Zehn Deveser haben sich ihr bereits angeschlossen, auch aus den Straßen Borkwinkel und Papendieksfeld, die von der Deveser Straße abzweigen.

In der aktuellen Diskussion um das Stadtentwicklungskonzept Hemmingen 2025 wurden Vorschläge laut die Deveser Straße für den motorisierten Individualverkehr zu öffnen. Das lehnt die Initiative ab. Sie möchte keinen Schleichverkehr. Eigentlich ist vorgesehen, dass der gesamte Verkehr aus und in Richtung heutiger B3 künftig über die in diesem Jahr freigegebene Brücke mit den Kreiseln fließt, also am Real-Markt vorbei. „Die B-3-neu führt zu einer enormen Belastung der Umwelt sowie der Lebensqualität der Einwohner im Raum Devese“, schreibt die Initiative in einer Stellungnahme. „Wir wehren uns dagegen diese Belastung nun noch unnötig zu steigern.“

Manfred Koller ist Deveser und Mitglied der Initiative. Er sagt: „Wenn eine neue Straße entsteht, muss auch eine alte zurückgebaut werden.“ Die Deveser Straße sei stark belastet. In ihrer Stellungnahme betont die Initiative: „Viele befahren die Straße, die nicht verkehrsberuhigt ist, mit überhöhter Geschwindigkeit. Der Fuß- und Radweg wird von Autos zugeparkt. Vor allem für Schulkinder ist es gefährlich diesen Weg mit Rädern zu befahren.“

Die Deveser Straße ist auch Thema im Verkehrsentwicklungsplan, den die Stadt am 9. November öffentlich vorstellen wird. Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, erläutert, nach einer Verkehrszählung gebe es folgende Prognose: Nur wenige Fahrer würden die Deveser Straße später, wenn sie denn dürften, tatsächlich nutzen, denn auf der Brücke, die ab April 2018 gebaut wird, ist immer nur für ein Fahrzeug Platz. „Man könnte die Straße aufrechterhalten, wenn man wollte“, sagt Schedler. Er betonte aber, dass es bislang weder eine konkrete Empfehlung der Stadtverwaltung zu dem Thema gibt noch eine aus der Kommunalpolitik. Schedler zufolge werden Schilder darauf hinweisen, dass die Strecke ab März 2019 nur von Fußgängern, Radfahrern, Linienbussen und landwirtschaftlichem Verkehr genutzt werden darf.

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