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Schüler spielt Geige aus dem 3-D-Drucker

Hemmingen-Westerfeld Schüler spielt Geige aus dem 3-D-Drucker

Sie sieht nicht nur gut aus, sie funktioniert sogar: Arthur Wohlfahrt, Schüler an der KGS Hemmingen, hat eine Geige konstruiert und in einem 3-D-Drucker der KGS-Schülerfirma ausgedruckt.

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Arthur Wohlfahrt verblüfft mit den Klängen seiner im 3-D-Drucker selbst hergestellten Geige.
 

Quelle: Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld.   Geigenklänge aus dem Drucker: Für Arthur Wohlfahrt, Schüler des elften Jahrganges der Hemminger KGS, ist das keine Zukunftsmusik mehr. In den vergangenen Wochen hat er sich nach dem genauen Vermessen seiner akustischen Geige eine eigene konstruiert und diese dann in einem der 3-D-Drucker der KGS-Schülerfirma CAD-JeT-Production 2.0 ausgedruckt. „Wegen der Größe musste ich sie in vier Teilen à etwa 20 Zentimeter Länge fertigen und montieren“, sagt der kreative Jugendliche, der bereits seit der 3. Klasse Geige spielt.

68 Stunden lang druckte das Gerät. 120 Euro vom Taschengeld waren für Saiten und Wirbelsowie Saitenhalter und Tonabnehmer aufzuwenden. „Vielen Dank an die Hausmeister, dass ich den Strom beim Druckvorgang auch über Nacht nutzen konnte“, sagt Arthur Wohlfahrt. Er freut sich über das Ergebnis. Die Farbgestaltung in Schwarz-Weiß hat er sich nach dem zur Verfügung stehenden Druckmaterial ausgesucht. Dieses stammte aus dem Materialpool des im Frühjahr von der Schülerfirma gewonnenen Ultimaker-Education-Challenge-Preises für eine der deutschlandweit besten Schülerfirmen-Ideen. 

„Mein Vater war anfangs sehr skeptisch, ob eine Geige aus dem 3-D-Drucker klingt“, sagt Wohlfahrt, der parallel zur schuleigenen CAD-JeT-Production 2.0 Schülerfirma mit Hexaprint eine eigene gegründet hat. Von der Idee und dem Klang der elektronisch verstärkten Geige zeigten sich nicht nur KGS-Projektleiterin Angelika Schwarzer-Riemer und Schulleiter Dieter Driller-van Loo positiv überrascht. „Meine Lehreraufgabe ist es, solche Talente zu wecken“, motivierte Schwarzer-Riemer nicht ohne Stolz zum Weitermachen. Driller-van Loo lobte: „Es ist schon bemerkenswert, dass wir durch die Angebote unserer JeT-Projekte an der KGS Schüler zu diesen außergewöhnlichen Leistungen befähigen“, sagte er zu der Kreativität, die sich der Schüler wohl auch bei seinem angestrebten Abitur wird anrechnen lassen können. 

Von Torsten Lippelt

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