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Umland Hemmingen Nachrichten Neues Projekt im Kirchenkreis
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01:38 01.03.2018
Der Kirchenkreis plant ein neues Projekt in Pattensen. Das Bild zeigt die St.-Lucas-Kirche. Quelle: Torsten Lippelt
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Pattensen/Hemmingen/Laatzen

 Der Kirchenkreis Laatzen-Springe, zu dem auch Pattensen und Hemmingen gehören, will neue Wege gehen. Gezielt sollen Menschen angesprochen werden, die zwar an kirchlichen Themen interessiert sind, sich aber in ihrer Gemeinde nicht wiederfinden.

Der Schwerpunkt soll auf die Altersklasse 25 bis 45 Jahre gelegt werden. Dieser Aufgabe wird sich die 33-jährige Diakonin und Sozialpädagogin Janette Zimmermann annehmen, für die der Kirchenkreis eine zunächst auf fünf Jahre befristete halbe Stelle geschaffen hat. „Ich habe das große Glück, kirchliches Neuland betreten zu dürfen“, sagte sie in der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages in Springe. 

Das Projekt soll zunächst in Springe beginnen und in etwa einem Jahr auch in Pattensen gestartet werden. „Zunächst will ich mit den Menschen ergebnisoffen darüber reden, was sie sich von ihrer Gemeinde wünschen“, erläuterte Zimmermann im Gespräch mit dieser Zeitung. Ein Thema sollen zum Beispiel Kommunikationsformen der Kirche sein. Zimmermann will die Frage stellen, ob die Kirche etwa soziale Medien wie Facebook oder Twitter verstärkt nutzen sollte, um sich mitzuteilen. 

Diese Gespräche sollen ausdrücklich nicht in der Kirche oder in den Gemeindehäusern geführt werden. „In Springe habe ich für das erste Gespräch eine Pizzaria ausgewählt“, sagte Zimmermann. Sie hat Springe für den Beginn des Projekts ausgewählt, da sie dort auch wohnt und bereits vernetzt ist. So könne sie einige Bürger gezielt ansprechen und zu den Gesprächen einladen. In Pattensen plant sie, zu verschiedenen Institutionen wie etwa dem Verein Mobile Kontakt aufzunehmen. Vorstellbar sei für sie auch, dass sie mit weiteren Kirchenmitgliedern in Neubaugebiete wie zum Beispiel Pattensen-Mitte Nord geht, um dort persönlich die Anwohner anzusprechen. „Im Moment ist das alles aber noch im Fluss. Ich warte erstmal ab, wie sich das Projekt in Springe entwickelt“, sagte sie. 

Auch Superintendent Detlef Brandes ging in seiner Rede vor dem Kirchenkreistag auf dieses Projekt ein. „Wir wollen Menschen, die wir sonst nicht erreichen, ermutigen, Ausdrucksformen für ihren Glauben zu finden und zu entwickeln. Dabei werden auch wir unsere Strukturen und Kirchenbilder kritisch hinterfragen“, sagte er. 

Ein gelungenes Beispiel, um die bekannten kirchlichen Strukturen zu öffen, sei bereits das Experiment Pop-Kantor. Til von Dombois habe in den vergangenen Jahren die Kirchenmusik für neue Einflüsse geöffnet. „Die Resonanz der Pop-Kantor-Gottesdienste ist bei Konfirmanden und deren Eltern überraschend gut“, sagte Brandes. Die Einbeziehung Jugendlicher in die kirchliche Popularmusik biete eine Alternative zur traditionellen musikalischen Gestaltung. Brandes kritisierte, dass in vielen Gemeinden die kirchliche Popularmusik immer noch als laienhaft angesehen und nicht in die Gottesdienstpläne aufgenommen werde.

Abstimmung verschoben: Die geplante Abstimmung über die künftige Größe des Kirchenkreistages und der Wahlbezirke musste verschoben werden. Grund dafür war, dass von den zurzeit 63 Mitgliedern des Kirchenkreistags nur 26 an der Sitzung teilnahmen. Kirchenkreissprecher Stephan Schwier erläuterte auf Nachfrage, dass das Gremium damit nicht beschlussfähig gewesen sei. „Für eine Abstimmung müssen mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sein, in diesem Fall also mindestens 32“, sagte er. Der neue Kirchenkreistag soll im Januar 2019 gebildet werden. Die Abstimmung wird jetzt für die nächste Sitzung des Kirchenkreistags im Juni 2018 geplant.   

 

Von Tobias Lehmann

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