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Nachrichten Mehrheit in Hemminger SPD für Große Koalition
Umland Hemmingen Nachrichten Mehrheit in Hemminger SPD für Große Koalition
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21:56 25.02.2018
SPD-Ortsvereinsmitglieder diskutieren mit Parteichefin Kerstin Liebelt über die Parteiabstimmung zur Großen Koalition. Quelle: Torsten Lippelt
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Hemmingen

 Im Hemminger Rat ist die Große Koalition aus SPD und CDU längst Alltag. Doch wie stehen die Hemminger Sozialdemokraten zu jener geplanten in Berlin?

Eine halbe Stunde der Mitgliederversammlung des Hemminger SPD-Ortsvereins am Mittwochabend gehörte der Diskussion über den laufenden Mitgliederentscheid. Sprechen auf der einen Seite Argumente wie langfristige Glaubwürdigkeit und aus Sicht der SPD unerwünschte Minister wie Horst Seehofer (CSU) für ein „Nein“, überwogen zum Schluss die Befürworter einer Großen Koalition. Dies geschah aus Gründen der staatsbürgerlichen Verantwortung der Partei als gewählte Volksvertreter und hinsichtlich der Tatsache, dass Neuwahlen die Situation – zumindest für die SPD – aktuell nicht verbessern würden. Die Ortsvereinsvorsitzende Kerstin Liebelt lobte trotz deren ablehnender GroKo-Haltung das Engagement der Juso-Parteijugend: „Junge Menschen sollen sich einmischen – das tut der Politik auf Bundesebene gut!“ 

Anderthalb Stunden der Mitgliederversammlung im Bürgersaal in Hemmingen-Westerfeld widmeten die Sozialdemokraten dem Entwurf des Verkehrsentwicklungsplans 2030 für Hemmingen. Rund 30 Zuhörer verfolgten die Power-Point-Präsentation von Sven Bertram, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Der demographische Wandel wurde ebenso thematisiert wie der Stadtbahnanschluss voraussichtlich ab 2020, die B-3-Ortsumgehung und der Ausbau der Radverkehrsförderung. Für den 30. Mai ist Bertram zufolge eine Anliegerversammlung in Arnum geplant. Thema ist der künftige B3-Zubringer am Hohen Holzweg. Im Herbst 2018 soll das Thema im Rat diskutiert werden.

Laut einer vergleichenden Verkehrszählung von 2001 und 2015 sei seit 2001 der Individualverkehr und Durchgangsverkehr in Hemmingen zurückgegangen. Der Linienbus- und Radverkehr habe zugenommen. So werde es prognostiziert auch bis 2030 sein, erläuterte Bertram. Sobald die Stadtbahn in Hemmingen-Westerfeld fahre, soll ein Ringlinien-Bus alle Hemminger Stadtteile bedienen.

Zu diskutieren sei, ob auf die bislang vorgesehene Sperrung der Deveser Straße zwischen der Gaststätte Mutter Buermann und Hemmingen-Westerfeld für Privatautos nicht doch verzichtet werden könne. Der Verkehr würde dann per Ampel an der B-3-Brücke geregelt werden. Gesperrt werde auf jeden Fall die Autoverbindung zwischen Ohlendorf und Devese, wobei das Bürgerholz und das Café Webstuhl erreichbar bleiben sollen. 

Von Torsten Lippelt

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