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Einstimmiges Votum für sanierte und erweiterte Halle

Hiddestorf Einstimmiges Votum für sanierte und erweiterte Halle

Die Sporthalle Hiddestorf soll saniert und erweitert werden. Das haben zwei Hemminger Fachausschüsse jeweils einstimmig befürwortet. Die Arbeiten sollen im Juli 2019 beginnen.

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Alles ganz schön eng beieinander: die Sporthalle (rechts) und das Feuerwehrgerätehaus (links) mit dem Bolzplatz dazwischen.

Quelle: Andreas Zimmer

Hiddestorf.  Es gab viele Diskussionen, doch zum Schluss herrschte Einigkeit: Zwei Hemminger Fachausschüsse haben jeweils einstimmig die Sanierung und Erweiterung der Sporthalle Hiddestorf befürwortet, die damit zur Mehrzweckhalle wird. Denn der Trakt mit den Umkleiden soll abgerissen werden und ein neuer Anbau unter anderem mit einer Mensa entstehen. In der sogenannten Dorfküche können die Kinder essen, die an der offenen Ganztagsgrundschule teilnehmen, aber auch andere Bewohner des Stadtteils.

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So sehen die ersten Entwürfe für die sanierte und erweiterte Sporthalle in Hiddestorf aus.

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Beide Ausschüsse tagten am Mittwochabend für diesen Tagesordnungspunkt gemeinsam im Rathaus. Diese Zeitung fasst die Sitzung in Fragen und Antworten zusammen.

Für wann sind die Bauarbeiten geplant?

Sie sollen laut Robert Marlow vom Architekturbüro Mosaik in Hannover zum Start der Sommerferien 2019, also Anfang Juli, beginnen und nach den Sommerferien 2020 enden, also Ende August. 

Die Kosten betragen etwa 3 Millionen Euro. Wie ist das im Ausschuss aufgenommen worden?

„Als ich die 3 gesehen habe, bekam ich einen Schreck“, sagte Wolf Hatje (DUH). Auch Bürgermeister Claus Schacht räumte ein: „Ich habe erst mal geschluckt, als da eine 3 stand.“ Wäre es nur eine Sanierung, würden die Kosten geringer sein. Christian Baxmann (CDU) nannte die Sporthalle in Niederlangen im Emsland für knapp eine Million Euro als Beispiel, dass es andere Kommunen schaffen, die Kosten gering zu halten. Schacht entgegnete, man dürfe nicht „Äpfel mit Birnen vergleichen“. Er fügte hinzu: „Wir haben sorgfältig geguckt, wie das Andere machen.“ In den Kosten ist auch die Sanierung der Außenspielfläche enthalten. Dorit Miehe (Bündnisgrüne) sagte: „Das alles ist nicht für einen Appel und ein Ei zu kriegen. Das ganze Dorf hat etwas davon.“

Warum wird die Einfeldhalle nicht abgerissen und an dieser Stelle eine größere Halle gebaut?

Die Bausubstanz und Statik sind laut Planer in Ordnung. Eine größere Halle wäre laut Architekten teurer und der Bolzplatz zwischen Sporthalle und Grundschule muss weichen. Elke Bösche, zuständig bei der Stadt für die Gebäudewirtschaft, gab das Ergebnis eines Treffens mit dem Sportverein wieder. Weil nur trainiert und keine Punktspiele ausgetragen werden, sei das Wichtigste, dass die Halle nicht kleiner werde. Handball-Spartenleiter Hilmar Zobel sagte: „Wir freuen uns über eine standortnahe Vollflächenhalle.“ 

Und ein Neubau an einer anderen Stelle?

Schwierig, sagte Bürgermeister Claus Schacht, denn in Hiddestorf gebe es keine geeignete freie Fläche. Es wäre auch ungünstig, die Halle aus dem Ensemble mit Schule, Kindergarten und Feuerwehr herauszureißen. Nach der Sanierung sei die Halle ohnehin wie ein „Neubau mit veredeltem Rohbaurest“.

Während der Bauarbeiten ist kein Sportbetrieb in der Halle möglich. Ist damit der Vereins- und Schulsportbetrieb lahm gelegt?

„Es ist ein Jahr, in dem viel Phantasie entwickelt werden muss“, sagte Bürgermeister Claus Schacht. Wohin die Schüler und Sportler ausweichen, ist noch ungeklärt. Christian Baxmann (CDU) gab zu bedenken, dass die Hallenkapazität im Stadtgebiet bereits am Limit sei. Der Bolzplatz kann während der Bauarbeiten nur zur Hälfte genutzt werden. Harald Gries, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Hemminger Sportvereine, sagte: „Es ist nicht ideal, wenn in einer Halle zu einer Gruppe noch 15 Tischtennisspieler dazukommen.“ Aber die Kontakte unter den Vereinen seien gut. „Es wird schon gelingen Hiddestorf nicht auszugrenzen.“

Was wird aus dem Kinderspielplatz neben der Halle?

Dafür ist laut Robert Marlow vom Architekturbüro kein Platz mehr. Elternvertreter Thorsten Langner bedauerte dies und regte an, in der Nähe einen Ersatz zu finden. Marlow sagte, einzelne Spielgeräte lassen sich möglicherweise woanders auf dem Gelände unterbringen. Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing schlug dafür das sogenannte Teletubbie-Land vor. Nach der beliebten Fernsehserie nennen die Kinder eine hügelige Spielfläche an der Zufahrt zum Lehrerparkplatz.

Von Andreas Zimmer

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