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In den Schulen wird sich einiges ändern

Hemmingen In den Schulen wird sich einiges ändern

Es sind zwei Empfehlungen, die die Schullandschaft in Hemmingen prägen werden: Ab dem Schuljahr 2018/19 soll die freiwillige Offene Ganztagsschule eingeführt werden. Außerdem soll im nächsten Jahr der Schulentwicklungsplan 2025 vorliegen. Beides hat der Verwaltungsausschuss einstimmig befürwortet.

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Auch die Wäldchenschule Arnum, eine der drei Grundschulen im Stadtgebiet, wird Thema im Schulentwicklungsplan sein.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. In seiner nicht öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend ist das Gremium damit den ebenfalls einstimmigen Empfehlungen der Fachausschüsse gefolgt. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt, der am Donnerstag, 26. Oktober, ab 19 Uhr öffentlich im Rathaus tagt. So, wie es jetzt aussieht, wird die Stadt einen entsprechenden Antrag bei der Landesschulbehörde stellen.

Bürgermeister Claus Schacht fand am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung klare Worte: „Ich habe kein Verständnis, dass es auf Schulseite immer noch eine Verweigerungshaltung zur freiwilligen Offenen Ganztagsschule gibt.“ Schacht bezieht sich damit auf eine Aussage von Stefanie May, die die Wäldchenschule in Arnum leitet. „Alle Hemminger Grundschulen haben sich gegen den Ganztagsbetrieb ausgesprochen“, hatte May bei einer Veranstaltung in Arnum am Dienstagabend gesagt. Schacht betonte am Freitag: „Es gibt ein klares Votum der Eltern.“ Der Verwaltungschef bezieht sich auf die Elternumfrage, bei der es in Hiddestorf mit 87 Prozent den höchsten Wert gab, gefolgt von Arnum (77) und Hemmingen-Westerfeld (71). „Wir wollen doch nicht Eltern und Lehrer ärgern, sondern es geht allein ums Kindeswohl.“ Schacht machte deutlich, dass es sich um ein freiwilliges Angebot handele. „Der Bedarf entsteht doch aus den Lebenssituationen der Eltern.“ In vielen Familien seien beide Lebenspartner berufstätig.

Die geplante Ganztagsbetreuung ist einer der Schwerpunkte im Hemminger Schulentwicklungsplan 2025. Die Ergebnisse sollen Schacht zufolge spätestens Ende 2018 vorliegen, damit daraus resultierende Vorhaben in den Haushalt 2019 aufgenommen werden können. So hatte es auch die DUH im Bildungsausschuss gefordert. Der Antrag der Großen Koalition aus SPD und CDU machte nicht den in Hemmingen üblichen Umweg über den Rat, der ihn zur Beratung in den Fachausschuss verweist, sondern wurde gleich im Fachgremium diskutiert.

Nicht nur die Elternvertretung im Bildungsausschuss begrüßte den Schulentwicklungsplan. Schulleiter Dieter Driller-van Loo sagte: „Eine große Beruhigung macht sich in mir breit. Es ist die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt.“ Die KGS ist auch Thema im Schulentwicklungsplan, zum Beispiel bei der Frage, welche Räume benötigt werden, wenn wegen der Umstellung von zwölf auf 13 Schuljahre im Jahr 2020 keine Abiturienten von der Schule abgehen. Die „Raumnot“ sei nicht durch auswärtige Schüler verursacht, sagte Driller-van Loo im Bildungsausschuss – auch im Hinblick auf den Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) 2025. Darin hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, die KGS solle nur noch die in Hemmingen wohnenden Schüler aufnehmen und Kinder und Jugendliche aus anderen Kommunen abweisen.

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