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Umland Hemmingen Nachrichten Vom Mausoleums-Buch gibt es eine Neuauflage
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00:16 21.11.2015
Von Andreas Zimmer
Doris Linkhof sieht sich im Rathaus mit Klaus Stüber die neue Broschüre an. Reinhard Schütze vom Förderverein (von links), Dirk Jüchter (sitzend mit einem Mausoleumsmodell), Manfred Kohler und Axel Priebs freuen sich ebenfalls über das druckfrische Werk.
Hemmingen

Wie nur konnten die vielen Grenzpassagen umgangen werden, um den einbalsamierten Leichnam im Jahr 1840 von Carl von Alten schnell von Pattensen auf das Gut Wilkenburg zu bringen? Sein Neffe Georg griff zu einer List: Er setzte ihn angezogen in eine Postkutsche, so, als wäre der General und Staatsmann noch lebendig. Es ist eine Textstelle in der neuen Broschüre über das Hemminger Mausoleum, die die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Linkhof mit besonderem Interesse gelesen hat. Auf den mehr als 70 Seiten gibt es noch mehr.

Die Broschüre ist ab sofort für vier Euro im Hemminger Rathaus erhältlich, ebenso am Fördervereinsstand auf dem Wochenmarkt in Hemmingen-Westerfeld donnerstags von 9.30 bis 12 Uhr und auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz am 12. und 13. Dezember. Das Geld erhält der 1987 gegründete Förderverein, denn die Region hat die Kosten für den Druck der 1000 Exemplare im Hemmingen in Höhe von 2400 Euro übernommen.  

Klaus Stüber, Mitglied im Förderverein Mausoleum, hat die Schwarzweiß-Broschüre von 2001, die er verfasst hat, aktualisiert. Insgesamt mehr als 200 Stunden hat er dafür aufgebracht. „Es war viel Lauferei und Mühe“, sagt er. Es hat sich gelohnt, meint Manfred Kohler, Bau- und Kunstdenkmalpfleger bei der Region: „Die Broschüre weckt das Verständnis dafür, welchen kulturhistorischen Wert das Mausoleum hat und welcher Anstrengungen es bedurfte, die Ruine zu sichern.“ Es stehen nur noch ein Eckturm und die Grundmauern.

Das Mausoleum ist der erste Backsteinbau der Neugotik im 19. Jahrhundert in Norddeutschland und der Gründungsbau der Hannoverschen Architektenschule. Regionsdezernent Axel Priebs verweist auf die „Stararchitekten“ dieser Zeit: Georg Ludwig Friedrich Laves und Conrad Wilhelm Hase. Es ist das einzige Bauwerk, an dem die beiden gemeinsam gearbeitet haben. So soll die Broschüre, wie Fördervereinsvorsitzender Dirk Jüchter anmerkt, nicht nur das Kulturdenkmal näher bringen, sondern auch ermuntern am Erhalt der Überreste mitzuwirken.

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