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Nachrichten Archie Clapps „Spaßrutenlauf“ ist nicht immer jugendfrei
Umland Hemmingen Nachrichten Archie Clapps „Spaßrutenlauf“ ist nicht immer jugendfrei
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00:15 14.02.2018
Ein Hahnenkamm als Markenzeichen: Archie Clapp ließ die Zuhörer an seinem Spaßrutenlauf teilhaben. Quelle: Achim von Lüderitz
Hemmingen-Westerfeld

  Die Plätze in der ersten Reihe sind nicht unbedingt immer die besten. Davon konnten sich die Zuhörer am Samstagabend im wieder einmal ausverkauften Kulturzentrum bauhof überzeugen. Zum unterhaltsamen Programm des vielseitigen Alleinunterhalters Archie Clapp („Ich heiße wirklich so“) gehört es, sein Publikum mit ins turbulente Geschehen auf und vor der Bühne einzubeziehen, freilich ohne vorher um Erlaubnis zu bitten. Und so war mancher Besucher mittendrin statt nur dabei. 

Spaßrutenlauf“ heißt das neue Soloprogramm des Stand-up-Comedians, in dem sich ein Gag an den anderen reiht und die Zuschauer zeitweise vor Lachen kaum zum Luftholen kommen. Der Komiker und Artist, der auch ein paar - allerdings sehr durchschaubare - Einblicke in die Kunst der schwarzen Magie gewährt, lebt in Berlin-Neukölln, ist aber 120 Tage im Jahr auf Tour und hat bereits mehrere Auftritte im Fernsehen als Empfehlungsschreiben, die er mit seiner koddrigen Berliner Schnauze allerdings eigentlich gar nicht nötig hat. 

Situationskomik, Schlagfertigkeit und Spontanität bei seinen Improvisationen sind die Markenzeichen des Manns mit der Hahnenkamm-Frisur. Im Eiltempo beleuchtet der 29-Jährige die verschiedenen Stationen seiner Stand-up-Laufbahn, von den Anfängen auf Mannheims Straßen zusammen mit vielen Luftballons, die er in Hund, Esel, Katze und Einhorn verwandelte.

Aber auch der Alltag mit Frau und vierjährigem Sohn kommt nicht zu kurz, seine Erlebnisse bei der Berufsberatung („da muss man sich ganz schön vorbereiten, sonst hat man plötzlich einen Job weg“), mit der uniformierten Obrigkeit oder dem Kiez in Neukölln. Dort, versichert er, habe der Vermieter auf halber Treppe jetzt ein Dixie-Klo aufgestellt. 70 Cent pro Benutzung, von denen 50 Cent von der Miete abgezogen würden. „Wenn ich jetzt jeden Tag sieben Liter trinke, wohne ich quasi mietfrei“. 

Die Gags, Zoten und Kalauer des Berliners sind nicht immer jugendfrei und schweifen hin und wieder auch etwas unter die Gürtellinie ab. Doch das mochte dem Comedian mit dem jugendlichen Lausbubengesicht bei seinem ersten Auftritt in Hemmingen niemand wirklich ernsthaft übel nehmen.

Von Achim von Lüderitz

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