Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hemmingen So soll die Seniorenarbeit der Stadt aussehen
Umland Hemmingen So soll die Seniorenarbeit der Stadt aussehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 14.10.2018
Rund 100 Senioren kamen im Juli zum ersten Smartphone-Treff für Senioren in den Bürgersaal des Rathauses. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

In Hemmingen wird es vorerst weiterhin keinen Seniorenbeirat geben. Bei den Seniorensprechstunden hatte Bürgermeister Claus Schacht das Thema zwar angesprochen, doch niemand habe den Wunsch nach einer solchen Wahl geäußert. In einer neuen Ratsvorlage für einen Fachausschuss heißt es dazu: „Sollte sich aus der Bürgerschaft der Wunsch nach einem Seniorenbeirat nachhaltig manifestieren und sich entsprechende Kandidaten finden, ist eine erneute Wahl in den Gremien zu diskutieren.“

Der Beirat hatte sich im August 2017 mitten in der Wahlperiode mangels Mitgliedern aufgelöst. Bei den jüngsten Sprechstunden mit dem Bürgermeister sei aber die positive Arbeit der früheren Seniorenbeiräte gewürdigt worden, zum Beispiel das Engagement für ein seniorengerechtes Wohnen sowie das Projekt „Kleine Hilfen“ zum Beispiel mit handwerklichen Arbeiten. Der erste Hemminger Seniorenbeirat wurde im Mai 2007 gewählt.

Bei den jüngsten Sprechstunden haben die Senioren unter anderem „die unzureichenden Angebote und die Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr und im öffentlichen Raum sowie die Erreichbarkeiten von Versorgungsangeboten und Einrichtungen“ kritisiert - nicht nur in kleineren Ortschaften, sondern im gesamten Stadtgebiet. Ein weiteres großes Thema war der barrierefreie, bezahlbare Wohnraum. Denn die meisten Senioren möchten so lang wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und selbstbestimmt wohnen.

Wie soll nun die weitere Seniorenarbeit der Stadt in Hemmingen aussehen? Die Verwaltung hat dazu einen 14-Punkte-Katalog vorgelegt, über den am Mittwoch, 17. Oktober, im Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration diskutiert wird. Die öffentliche Sitzung im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld beginnt um 19 Uhr. Dieses neue Konzept für die Seniorenarbeit soll am 1. November im Rat beschlossen werden. Das sind die einzelnen Punkte in der Reihenfolge, wie sie die Verwaltung aufführt:

1. Der Bürgermeister oder ein anderer Vertreter der Verwaltung bietet reihum in allen Stadtteilen Sprechstunden an. Dies geschieht wie bisher bei Veranstaltungen, bei denen sich sowieso schon Senioren treffen. An den Gesprächsrunden während der Sprechstunden nahmen bisher zwölf bis 35 Senioren teil, nur in Devese kam niemand. „Dort gibt es keine speziellen Angebote für Senioren“, argumentiert die Verwaltung. Die nächste Seniorensprechstunde ist am Dienstag, 16. Oktober von 15 bis 16.30 Uhr im Mehrzweckraum des Wilkenburger Kindergartens, Dicken Riede 1.

2. Weiterhin Sprechstunden im Seniorenbüro im Rathaus montags von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung bei Susanne Giese im Seniorenbüro.

3. Telefonische Beratung im Seniorenbüro unter der Rufnummer (0511) 4103286.

4. Hausbesuche bei Bedarf.

5. Enge Zusammenarbeit und Austausch mit Lutz Worat, dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Stadt.

6. Herausgabe eines neuen Seniorenratgebers, der bisherige stammt noch aus dem Jahr 2009. Der neue Ratgeber wird am Mittwoch im Ausschuss vorgestellt. Auch die Internetpräsentation soll verbessert werden.

7. Weiterführen bestehender Angebote wie Begleit- und Einkaufsdienste, die das Seniorenbüro vermittelt.

8. Regelmäßige Texte im Stadtmagazin „Rings um uns“.

9. Kontaktaufnahme per E-Mail an seniorenbuero@stadthemmingen.de, insbesondere für Angehörige.

10. Planung und Betreuung von Seniorenadventsfeiern zusammen mit Sozialverbänden und Kirchengemeinden.

11. Zwei Smartphone-Schulungen hat es bereits gegeben. Nun arbeitet die Verwaltung an einem weiterführenden Konzept mit der Leine-Volkshochschule und der Bürgerstiftung Hemmingen.

12. Vorträge zu seniorenrelevanten Themen wie Gesundheit und Ernährung anbieten, zusammen mit der Bürgerstiftung Hemmingen.

13. Gründung eines Runden Tisches zum Thema Pflege und haushaltsnahe Dienstleistungen.

14. Gegebenenfalls Zuschüsse für die Seniorenarbeit zum Beispiel an Verbände in Höhe des Budgets des bisherigen Seniorenbeirates zahlen. Zuvor sei aber ein Gesamtkonzept zu erstellen.

Von Andreas Zimmer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Von vielen wird er der deutsche John Lennon genannt: Johnny Silver. Am Sonntag, 14. Oktober, 17 Uhr, kommt er zu einer Konzertlesung in die Wilkenburger St.-Vitus-Kirche.

10.10.2018

Eine Sperrung in Hiddestorf sorgt für Irritationen, zumindest für Fahrer auf der Ihmer Straße. Viele biegen in den Wiesenweg ein. Dass dieser gesperrt ist, sehen sie erst kurz vor der Baustelle.

10.10.2018
Hemmingen Arnum/Hemmingen-Westerfeld - Besucherrekord im Freibad Arnum

48.229 Gäste haben dieses Jahr das Freibad in Arnum besucht. Das ist Rekord. Auch das Strandbad in Hemmingen-Westerfeld war mit 28.022 Besuchern sehr beliebt.

10.10.2018