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Hemmingen Stadtbahn fährt erst im Jahr 2023
Umland Hemmingen Stadtbahn fährt erst im Jahr 2023
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08:46 01.11.2018
So soll die Endhaltestelle in Hemmingen-Westerfeld aussehen: In der Mitte befinden sich die Hochbahnsteige, dahinter die Park+Ride-Plätze, die Fahrrad-Parkplätze sind rechts unten zu sehen und das Betriebsgebäude links oben. Quelle: Illustration: Infra
Hemmingen/Ricklingen

Die Stadtbahn fährt erst Ende 2023 von Ricklingen bis nach Hemmingen-Westerfeld. Das bedeutet: Die Anwohner im Südwesten der Stadt werden also auch nach der für Herbst 2019 geplanten Freigabe der B3-Umgehungsstraße mit Baustellen und Staus leben müssen. Noch Anfang 2018 hieß es, die Linie 7 werde erstmals Ende 2021 bis zum Kröpcke in Hannover und zurück fahren. Nun wird es zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 sein.

Hinzu kommt: Das Vorhaben wird teuer. Martin Vey, Betriebsleiter bei der Infrastrukturgesellschaft (Infra) der Region Hannover, erläuterte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass durch geänderte Planungen und allgemeine Kostensteigerungen die Ausgaben um vier Millionen Euro auf 62 Millionen Euro gestiegen sind.

Martin Vey und Infra-Geschäftsführer Christian Weske haben den neuen Zeitplan im Hemminger Rathaus im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorgestellt. Es war jedoch erst der frühere SPD-Ratsherr Reinhard Schütze, der als Zuhörer an der Sitzung teilnahm, der nach dem Grund für die Verzögerung fragte. Vey wies auf das „Damoklesschwert Fördermittel“ hin. Da es zunächst hieß, die Förderung liefe aus, sollte – überspitzt formuliert – „der Stadtteil stillgelegt und schnell gebaut werden“.

Mit den Arbeiten soll Vey zufolge nun im Frühjahr 2019 begonnen werden. Er begründete dies damit, dass die Leitungen und Kabel von Telekommunikationsanbietern wie der Telekom und Energieversorgern wie der Avacon nicht einzeln nacheinander, sondern zusammen verlegt werden sollen, was genaue Absprachen erfordere. „Wir sparen aber dadurch Platz, denn die Gehwege sind schmal.“ 2019 und 2020 sollen die Leitungen verlegt werden, die Kanäle seien 2020 und 2021 an der Reihe und die Verkehrsanlagen in den Jahren 2021 bis 2023.

Die gesamte Verlängerung umfasst 3,4 Kilometer, davon 1,8 Kilometer auf Hemminger Flächen und der Rest auf Ricklinger Gebiet. Die Strecke werde nicht teilweise, sondern komplett freigegeben. Sie sei dafür ausgelegt, dass die modernen Züge der Modellreihe TW3000 dort fahren können. Ob dies so sein werde, entscheide aber die Üstra als Verkehrsunternehmen. Die Hochbahnsteige an den Haltestellen Saarstraße, Zentrum und Berliner Straße seien jeweils 70 Meter lang und über Rampen zu beiden Seiten zu erreichen. Die Endhaltestelle entsteht an der B3 nahe der Weetzener Landstraße. Vey betonte, dass noch nicht über den endgültigen Namen der Haltestellen entschieden sei. 186 Park+Ride-Plätze für Autos seien geplant sowie insgesamt 100 Radabstellplätze, jeweils zur Hälfte offen oder in einer Fahrradgarage verschlossen. Zur Verkehrsführung auf der heutigen B3 während der Bauzeit erläuterte Vey, sowohl in Richtung Hannover als auch in Richtung Arnum sei eine Fahrbahn für den Verkehr vorgesehen und die andere als Baustelle. Sperrungen seien soweit nicht geplant.

Die Infra wolle Anlieger bei einer Versammlung informieren, der Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest. Auch seien Baustellenbegehungen mit Anwohnern und Kommunalpolitikern möglich. Die Infra habe zudem einen Raum am Kirchdamm/Ecke B3 in Hemmingen-Westerfeld gemietet für Baubesprechungen, aber auch für Sprechstunden für interessierte Bürger. Die Termine will die Infra noch bekannt geben.

Von Andreas Zimmer

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