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Hemmingen Behelfs-Radwege durch Baustelle gefordert
Umland Hemmingen Behelfs-Radwege durch Baustelle gefordert
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18:03 20.09.2018
Bis zum 9. September war der provisorische Geh- und Radweg an der Deveser Straße zwischen Hemmingen-Westerfeld und Devese noch geöffnet. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

Bei den Sperrungen von vielen Strecken wegen der B-3-neu vor allem in der Feldmark haben Radfahrer das Nachsehen. Das darf nach Ansicht des Hemminger Vereins „Wer Straßen sät, wird Autos ernten“ nicht sein. Er fordert deshalb die Stadt auf nun an höherer Stelle, beim Verkehrsministerium, eine „bessere Lösung“ zu erzielen.

Wegen des Baus der B3-Ortsumgehung sind an vielen Stellen im Stadtgebiet hohe Erdberge aufgeschüttet so wie auf dem Bild zwischen Devese und Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer

„Es geht darum, die CO2-freie Mobilität zu unterstützen. In Hemmingen sind viele Berufspendler mit dem Rad unterwegs“, teilt der Verein mit. Die Sperrungen bezeichnet er als „absolut kontraproduktiv“. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr führe keine „bautechnisch zwingenden Beweggründe“ für die Sperrungen an.

Nach Informationen des Vereins sei es durchaus technisch möglich die wichtigsten Wege durch das Baufeld zu führen. „In der Bewallung könnten Lücken gelassen werden. Bei querenden Verkehren sind Behelfsampeln möglich.“ Hinzu komme: „Die Kosten sind angesichts der Gesamtmaßnahme vertretbar.“

Im provisorischen Radweg an der Deveser Straße fanden viele Radfahrer keinen richtigen Halt. Quelle: Torsten Lippelt

Die Landesbehörde verwies bisher unter anderem auf die Erfahrungen mit dem Ersatzweg an der Deveser Straße zwischen Hemmingen-Westerfeld und Devese. Die Straße ist für Autos gesperrt, Fußgänger und Radfahrer wurden aber mehrere Wochen um die Baustelle geleitet. Doch es hagelte Kritik am Zustand des Ersatzweges. Mittlerweile ist der Weg komplett gesperrt. Der Verein wirft der Behörde vor: „Hier sollten Nutzer vergrämt werden, wahrscheinlich, um die Verkehrszahlen niedrig zu halten.“

Fußgänger und Radfahrer müssen wegen des Baus der Umgehungsstraße teilweise lange Umleitungen in Kauf nehmen: auf einigen Strecken seit Anfang September und auf anderen ab Oktober dieses Jahres. Auch die Stadt hatte darauf gedrängt provisorische Wege vor allem über die Brücken anzulegen. In der jüngsten Bürgerversammlung der Stadt in Devese hatte Dietmar Juschkewitz, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, versichert: „Wir haben in allen Bereichen gekämpft.“

Die Landesbehörde hingegen verweist unter anderem darauf, dass viele Brücken noch nicht fertig sind. Sie hat zudem Sicherheitsbedenken, wenn sich Passanten und Radfahrer der Baustelle nähern, und spricht von „unauflösbaren Konflikten“ zum Beispiel, was die Beschaffenheit der Wege angeht.

Von Andreas Zimmer

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