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Champagner-Diebstahl vier Tage nach Haftentlassung

Altwarmbüchen Champagner-Diebstahl vier Tage nach Haftentlassung

Weil er nur vier Tage nach der Entlassung aus dem Gefängnis  wieder straffällig wurde, ist ein 42-jähriger Ladendieb zu fünf Monaten Haft verurteilt worden.

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Nur vier Tage war der Angeklagte auf freien Fuß, bevor er erneut auf frischer Tat ertappt wurde.

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen. Der Diebstahl von zwei Flaschen Champagner im Wert von 110 Euro bringt einen 42-Jährigen zurück hinter schwedische Gardinen. Erst vier Tage vor der Tat war er aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Mann, der sich jetzt vor dem Amtsgericht Burgwedel verantworten musste, ist den Behörden bestens bekannt: 25 Einträge im Strafregister hat er seit 1991 angesammelt, die meisten für Diebstahl und Leistungserschleichung. Dafür saß er auch mehrfach im Gefängnis, zuletzt bis zum 22. August des vergangenen Jahres. 

Der Turbo-Rückfall spielte sich in der Real-Filiale im A2-Center in Altwarmbüchen ab. Beim Versuch, mit zwei Champagner-Flaschen im Hosenbund an der Kasse vorbei zu entkommen, wurde er vom Warenhausdetektiv beobachtet.  Als dieser den Ladendieb ansprach, machte der keine weiteren Anstalten zu fliehen. 

Nach eigener Aussage wollte der Angeklagte die Flaschen am Steintor in Hannover zu Geld machen. Die Vorgeschichte dazu klang abenteuerlich: „Zwei Tage vorher war ich am Hauptbahnhof aufgewacht und hatte keine Ahnung, wie ich dort hingekommen bin. Mein gesamtes Geld war weg.“ Also habe er „irgendwo was herbekommen“ müssen, rechtfertigte sich der Mann. Und er räumte auch gleich ein, warum: Das Champagner-Geld habe er auch für die Beschaffung von Heroin gebraucht. Ja, vor Jahren habe er es mit einem Entzug probiert... Und in Kürze strebe er eine ambulante Therapie an.

Diebstahl war gewerbsmäßig

Den Staatsanwalt beeindruckten diese Tatumstände wenig. Er erkannte auf gewerbsmäßigen Diebstahl in einem besonders schweren Fall. Dieser liegt vor, wenn ein Täter sich durch mehrfachen Diebstahl mit der Absicht des Weiterverkaufs eine Einnahmequelle verschafft. Die minimale Strafe für dieses Delikt beträgt drei Monate. Wegen des prallen Vorstrafenregisters und des Umstands, dass der Ladendieb gerade erst aus der Haft entlassen worden war, plädierte der Staatsanwalt auf eine fünfmonatige Hafstrafe ohne Bewährung. Richter Michael Siebrecht stimmte damit überein und verkündete kurz darauf das Urteil. Die Haftstrafe wird der Angeklagte allerdings nicht sofort antreten, da noch weitere Strafverfahren gegen ihn laufen.

Von Philipp Bader

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