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Isernhagen Cortex ist Spezialist in Datenverwaltung
Umland Isernhagen Cortex ist Spezialist in Datenverwaltung
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00:18 16.07.2018
Mitarbeiter der Kirchhorster Firma Cortex informieren Staatsminister Hendrik Hoppenstedt (Dritter von links) über ihre Datenbank-Technologie. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Kirchhorst/Altwarmbüchen

Die Firma Cortex hatte am Freitag hohen Besuch. Hendrik Hoppenstedt, seit März Staatsminister bei Bundeskanzlerin Angela Merkel, machte auf Wahlkreis-Rundreise Station in Kirchhorst, um sich über das Verwalten großer Datenbanken informieren zu lassen. Im Schlepptau hatte der Großburgwedeler Bundestagsabgeordnete den Wettmarer Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann sowie Isernhagens stellvertretenden CDU-Chef Malte Neubert.

Die Cortex AG ist Hersteller einer so genannten kognitiven Datenbank – was das bedeutet, wollte erstmal erklärt sein. Für Firmenchef und IT-Fachmann Peter Palm kein Problem, für Hoppenstedt indes Neuland. „In die Welt der Digitalisierung finde ich mich erst langsam, sehr langsam hinein“, gestand der Christdemokrat.

Das mittelständische Unternehmen Cortex hat seinen Sitz in der Tischlerstraße in Kirchhorst und beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter. In einem Einfamilienhaus tüftelt Palm an dem Programm, das große Daten jeglicher Art verwaltet. Die Art seiner kontinuierlich erweiterbaren Datenbank nennen Fachleute Blockchain. Übersetzt aus dem Englischen bedeute das Block-Kette und sei ein Programm, in dem Daten gespeichert werden, erläuterte der Experte die Technologie. Anhand von mehr als 2 Milliarden Daten, die das Unternehmen gesammelt hat –zum Beispiel über Taxifahrten in New York, übermittelt von Taxametern – ließen sich durch Verknüpfung der unterschiedlichen Informationen, weitere Details ermitteln. „Beispielsweise: Was kostet eine durchschnittliche Taxifahrt? Oder was sind die 100 meist gefahrenen Strecken der Taxis“, erläuterte Cortex-Vorstand Jan Buß das System. Das sei „Analytik made in Isernhagen“.

Seit diesem Monat hat die Kirchhorster Firma mit der Berliner Bundesdruckerei „einen bedeutenden Anwender gewonnen“, berichtete Buß. Die Bundesdruckerei habe sich vom Hersteller von Dokumenten wie Pässen und Ausweisen zum Anbieter für Sicherheitslösungen auch im digitalen Bereich entwickelt, erfuhren die Gäste bei dem einstündigen Austausch.

Neue Kirche ist zentraler Anlaufpunkt für alle

Bei seiner kleinen Tour durch den Wahlkreis Isernhagen stattete Staatsminister Hendrik Hoppenstedt auch der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche in Altwarmbüchen einen Besuch ab. Er sei oft vorbeigefahren. Das moderne Gebäude habe er unbedingt von innen in Augenschein nehmen wollen, sagte der Christdemokrat beim Rundgang durch das Gotteshaus, das im Jahr 2017 von Bischof Norbert Trelle persönlich geweiht worden war. Denn: Das Gebäude im Zentrum von Altwarmbüchen war nach mehr als 20 Jahren der erste Neubau einer katholischen Kirche im Bistum Hildesheim, erläuterte Berthold Müller, der bei den Planungen im Bauausschuss der Heilig-Kreuz-Kirche mitgewirkt hatte.

„Wie viele Besucher kommen sonntags zum Gottesdienst“, fragte Hoppenstedt. 60 bis 80 Personen, antwortete Müller. Das sei viel, kommentierte der protestantische Politiker aus Großburgwedel. „Erst hieß es ein wenig abwertend, wir würden hier wie auf einem Präsentierteller sitzen“, erzählte Josephine Just, die das Kirchen-Café koordiniert. Die Kirche habe großen Zulauf. Insbesondere das Angebot des Cafés werde auch von zahlreichen Besuchern, die nicht Katholiken sind, genutzt. Die Gäste seien vom Blick auf die Bothfelder Straße fasziniert und bewiesen stets Sitzfleisch. Die Kirche entpuppe sich immer mehr als zentraler Anlaufpunkt. „Aber ohne das Engagement der ehrenamtlichen Helfern würde das nicht gehen“, sagte Just.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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