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Isernhagen Grundschule Neuwarmbüchen wird Außenstelle
Umland Isernhagen Grundschule Neuwarmbüchen wird Außenstelle
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00:21 09.12.2018
Die Grundschule Neuwarmbüchen soll im Sommer 2019 ihre Eigenständigkeit verlieren. Quelle: Frank Walter
Kirchhorst/Neuwarmbüchen

Fünf Grundschulen gibt es in der Gemeinde Isernhagen. Das soll sich zum nächsten Schuljahr ändern: Die Grundschulen Neuwarmbüchen und Kirchhorst sollen zu einer Schule zusammengefasst werden.

Neuwarmbüchens Schulleiterin Christa Winkelvoß wird im Sommer 2019 in den Ruhestand gehen. Doch wer übernimmt? Bislang hat die Landesschulbehörde (LSB) die Leitungsstelle noch nicht einmal ausgeschrieben. „An kleinen Grundschulen ist es nicht einfach, die Leitungsstelle zu besetzen“, schildert LSB-Sprecherin Bianca Schöneich die Behördensicht. Die Grundschule Neuwarmbüchen zählt mit circa 100 Schülern zu den kleineren im Land, ab dem Sommer 2019 wird sie durchgängig einzügig sein. Der Leiter einer solchen Schule erhält ein Gehalt vergleichbar einer herkömmlichen Lehrerstelle, hat aber auch erheblich mehr Arbeit zu bewältigen. „Da ist unheimlich viel Bürokram zu erledigen, was die Stellen unattraktiv macht“, sagt auch Isernhagens Erste Gemeinderätin Nicole Jürgensen. Ihre allergrößte Sorge betrifft allerdings die Folgen einer Vakanz an der Spitze: „Ohne eine Leitung könnten auch die Lehrer Versetzungswünsche äußern.“

In dieser Gemengelage will die Gemeinde in Absprache mit der Landesschulbehörde eine andere Richtung einschlagen: Die Grundschulen der östlichen Ortsteile sollen zur „Grundschule Kirchhorst-Neuwarmbüchen“ zusammengelegt werden. Laut LSB soll so die „Hauptstelle“ Kirchhorst – sie ist dreizügig – mit der „AußenstelleNeuwarmbüchen entstehen. Beide Standorte sollen erhalten bleiben, ebenso die Schulbezirke – die Kinder sollen also weiter die Schule vor Ort besuchen können. Die Ratsfraktionen haben laut Jürgensen grünes Licht signalisiert. Die Elternvertreter hingegen wurde aus Zeitgründen nicht eingebunden.

Egbert Bortfeldt, seit Sommer Leiter der Grundschule Kirchhorst, soll künftig den Standort Neuwarmbüchen mitleiten. Durch die größere Schule würde er einen Konrektoren hinzubekommen. „Es würde Sinn machen, den Konrektoren in Neuwarmbüchen sitzen zu haben“, sagt Jürgensen. Ob Lehrer dann vormittags zwischen den Standorten hin- und herwechseln müssen, bleibt abzuwarten. Man werde versuchen, dass dies nicht nötig wird, so Jürgensen. Unklar ist auch, ob es noch zwei Sekretariate geben wird. Im Moment sei keine Änderung geplant.

Die Gemeinde sieht die Zusammenlegung aber auch als Chance: Der Schulstandort Neuwarmbüchen – dessen Eigenständigkeit wegen der geringen Größe schon mehrfach bedroht war – könnte so langfristig gesichert werden. Nicht umsonst habe man gerade ein externes Klassenzimmer gebaut und werde den Altbau aufwändig sanieren, so Jürgensen. „Wir spüren einen Generationswechsel und sehen den Standort als gesichert an.“

Da hat die Schulausschuss-Vorsitzende und ehemalige Neuwarmbüchener Ortsbürgermeisterin Christiane Hinze einen anderen Blickwinkel: Dass die Landesschulbehörde die Leiterstelle gar nicht erst ausgeschrieben habe, sei ein „Unding“. Hinze sieht die Zusammenlegung als „schleichende Aufgabe des Schulstandorts Neuwarmbüchen durch die Hintertür“ an. „Im Vergleich zu Kirchhorst sind wir das schwächere Glied“.

Laut LSB-Sprecherin Bianca Schöneich wäre die Leitungsstelle ohne die Zusammenlegung im Januar ausgeschrieben worden. Eine längere Frist habe bei unattraktiveren Stellen wenig Aussicht auf Erfolg, da potenzielle Kandidaten dann abwarteten, ob sich nicht noch etwas Besseres biete. Was die Nachbesetzung der Grundschulleiterstelle in Altwarmbüchen angeht – auch Karl Runkel hört im Sommer auf – ist Schöneich zuversichtlich, dass die LSB einen Nachfolger finden wird. Diese Stelle wurde bereits im September ausgeschrieben.

Von Frank Walter

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