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Isernhagen Im Streit mit Frau Tür eingetreten
Umland Isernhagen Im Streit mit Frau Tür eingetreten
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14:08 11.03.2018
Weil es in der Beziehung eines Isernhageners mehrfach handfesten Streit gegeben hatte, landete der Fall jetzt vor dem Amtsgericht Burgwedel. Quelle: Frank Walter
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Wegen Nötigung und Sachbeschädigung im Rahmen häuslicher Gewalt ist ein 28-jährige Isernhagener jetzt vom Amtsgericht Großburgwedel zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen à 10 Euro verurteilt worden. Weil er zum vorherigen Gerichtstermin nicht erschienen war, hatte die Justiz ihn in Erzwingungshaft genommen. Nach rund zwei Monaten im Gefängnis zeigte sich der Mann im Gerichtssaal sichtlich zerknirscht.

Streit, Beleidigungen, Trennung und Versöhnung zogen sich in regelmäßigem Wechsel durch die Beziehung zwischen dem 28-Jährigen und seiner etwas älteren Lebensgefährtin. Ende 2016 endete ein Streit zwischen beiden in einer Rangelei um ein Handy.

Die Frau hatte damals ihren Lebensgefährten um die Mittagszeit geweckt. Ihre Kinder, die  aus einer früheren Beziehung stammen, kamen aus der Schule. Die Mutter wollte, dass alle zusammen essen. Ihr Partner war jedoch müde und schlechtgelaunt und begann, sie unflätig zu beschimpfen. Im Laufe des Streits forderte sie ihn auf, die Wohnung zu verlassen. Er wollte gehen – jedoch nicht ohne das Handy. Dieses gehörte zwar der Tochter seiner Lebensgefährtin, er nutzte es aber immer mal wieder mit deren Einverständnis. Seine Partnerin und er fingen an, miteinander um das Handy zu rangeln. In der Folge fiel die damals schwangere Frau hin, ihre älteste Tochter rief die Polizei. Glücklicherweise trugen weder die Frau noch das ungeborene Kind Verletzungen davon.

Nur einen Monat später gab es wieder Streit zwischen der Frau und ihrem Partner. Erneut verwies sie ihn der Wohnung. Daraufhin trat er von außen ein Loch in die Wohnungstür und traktierte die Tür außerdem mit Fäusten. 

Amtsrichter Michael Siebrecht fand deutliche Worte für das Verhalten des Angeklagten: „Sie haben Ihre schwangere Freundin vor den Augen und Ohren ihrer Kinder beleidigt und beschimpft – schlimmer geht es gar nicht.“ Selbst der Strafverteidiger machte deutlich, „dass das Zuhause kein rechtsfreier Raum ist.“ Der Richter mahnte beide Partner zu überlegen, wie sie in Zukunft bei Konflikten miteinander umgehen sollten – egal, ob gerade in einer Beziehung oder getrennt. Sowohl die Frau als auch der Mann, die inzwischen durch das gemeinsame Kind verbunden sind, sagten, sie wüssten noch nicht, wie es mit ihrer Beziehung weiter gehen werde. 

Von Gabriele Gerner

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