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Isernhagen Isernhagener Firma übernimmt Bode-Gelände
Umland Isernhagen Isernhagener Firma übernimmt Bode-Gelände
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16:55 06.09.2018
Ein Bauzaun versperrt den Zugang zum Bode-Gelände. Quelle: Frank Walter
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Isernhagen H.B

Die Warnschildern am Bauzaun, der mittlerweile den Zutritt zum Areal in Isernhagen H.B. versperrt, sind lapidar mit „Der Eigentümer“ unterzeichnet. Manch ein Nachbar hat aber schon spitz gekriegt, wer sich dahinter verbirgt: Das Isernhagener Unternehmen Deutsche Bauwelten GmbH, zweite Marke der Mensching Holding GmbH neben Heinz von Heiden, hat das sogenannte Bode-Gelände erworben. In die Pläne für ein großes neues Baugebiet in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Isernhagen könnte dadurch neuer Schwung kommen.

Die Weichen für das 2,36 Hektar große Areal zwischen Bahnlinie und Bahnhofstraße hatte die Isernhagener Politik mit der Aufstellung eines Bebauungsplans bereits vor neun Jahren gestellt. Doch erst 2015 hatte der damalige Eigentümer, ein großes Bauunternehmen aus Süddeutschland, der Gemeinde seinen ersten Entwurf eines städtebaulichen Konzeptes präsentiert.

Der neue Eigentümerin, die Deutsche Bauwelten GmbH, hat Warnhinweise angebracht. Quelle: Frank Walter

Auf Nachfrage bestätigte Claudia Krause, Marketingreferentin bei der Mensching Management GmbH, nun den Erwerb des Areals der ehemaligen Färberei Bode durch die Deutsche Bauwelten. Man sei stets interessiert, attraktive Flächen für eine spätere Entwicklung zu sichern – deshalb habe man auch dieses Grundstück in der Nähe der eigenen Firmenzentrale erworben. Die eigene Planung für das Areal stehe allerdings noch ganz am Anfang, so Krause, die deshalb dazu keine weiteren Angaben machen konnte. Die Sicherung des Geländes durch den Bauzaun und die Schilder mit dem Hinweis „Lebensgefahr!“ habe man mit Blick auf den Zustand der baulichen Anlagen vorgenommen. Dort sei jahrelang nichts investiert worden, und als Eigentümer unterliege man der Verkehrssicherungspflicht.

Auch wenn der neue Eigentümer also noch nichts Konkretes zur Zukunft des Areals mitten im Wohngebiet sagen kann – für die Kommune steht fest, wohin die Reise gehen soll. Basis der Gespräche mit dem neuen Eigentümer sei das, was bekannt sei, sagt Wirtschaftsförderer Michael Frerking – also was der Bebauungsplanentwurf vorgebe und was der Gemeinde durch den städtebaulichen Entwurf von 2015 bekannt sei. Der Alteigentümer hatte damals mit 25 Reihenhausparzellen, elf Einzel- beziehungsweise Doppelhäusern sowie zwei Mehrfamilienhäuser geplant. Im nördlichen Teil des ehemaligen Färberei-Geländes sahen die Planer zudem eine Seniorenwohnanlage mit 36 betreuten Wohnungen und 101 Einzelzimmern vor.

Gerade die Seniorenwohnanlage, die sich im Neubaugebiet Haselhöfer Vorfeld eineinhalb Kilometer die Burgwedeler Straße hinunter nicht verwirklichen ließ, ist der Gemeinde dabei wichtig. Er sehen keine Veranlassung, davon abzurücken, so Frerking. Und die zuletzt von der Verwaltung vertretene Befürchtung, dass neue Baugebiete die Infrastruktur in Isernhagen über Gebühr belasten würden, komme bei einem Altenheim – das man zeitlich vielleicht vorziehen könne – mit Blick auf Schulen und Kitas ja nicht zum Tragen.

Ältere wie jüngere Bewohner des Neubaugebiets, das außerhalb der durch den Flughafen bedingten Siedlungsbeschränkungszone liegt, könnten vor allem durch die verkehrsgünstige Lage profitieren. Das Bode-Gelände liegt nur knapp 200 Meter vom Bahnhof Isernhagen entfernt, die Metronom-Züge erreichen den Hauptbahnhof in Hannover in 13 Minuten. „Gerade für Pendler eine sehr schnelle Verbindung“, weiß der Wirtschaftsförderer um die Vorteile.

Was die Nachteile des Areals angeht, so hat der Alteigentümer für die Deutsche Bauwelten bereits Vorarbeit geleistet: Ein Bodengutachten listet eher geringen Belastungen auf, die wohl baubegleitend behoben werden können. Und in punkto Lärmschutz war sich das Bauunternehmen aus Süddeutschland mit der Deutschen Bahn offenbar bereits über den Bau einer Lärmschutzwand einig geworden. „Wir warten jetzt ab, was vom neuen Eigentümer kommt“, so Frerking, der überzeugt ist, dass eine gewisse örtliche Nähe von Bauunternehmen zu den zu entwickelnden Flächen kein Nachteil sein könne.

Von Frank Walter

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