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Isernhagen Ortsratsmitglied kritisiert Kreisel-Plan
Umland Isernhagen Ortsratsmitglied kritisiert Kreisel-Plan
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17:07 08.01.2019
Sollte die T-Kreuzung in K.B. zum Kreisel umgebaut werden? Der Ortsrat ist sich uneins. Quelle: Thomas Oberdorfer
Isernhagen K.B

Die Idee seiner Ortsratskollegen aus K.B., dass die T-Kreuzung von Dorf- und Heinrich-Könecke-Straße zu einem Verkehrskreisel umgebaut werden sollte, stößt dem stellvertretenden Ortsbürgermeister Christian Schröder sauer auf. Er sieht ein Problem aufgebaut, das keines sei, und „eine Lösung vorgegaukelt, die viel gefährlicher und schlechter ist als das, was wir jetzt haben“.

Der Ortsrat hatte sich in seiner letzten Sitzung 2018 mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Bau eines Kreisels prüfen zu lassen. Bei der Region Hannover, zuständig für die beiden betroffenen Kreisstraßen 113 und 114, hatten die Politiker damit offene Türen eingerannt: Man befürworte einen Kreisel und prüfe das gern, hatte ein Behördensprecher auf Nachfrage mitgeteilt.

Für Christian Schröder ist das unverständlich: „Die Idee ist nicht ausgegoren“. Er fürchtet um die Sicherheit der Fußgänger, sollte der Kreisel gebaut werden – und das aus eigener Erfahrung: Im August 2004 war seine Mutter auf der Dorfstraße zu Tode gekommen, sie wurde auf dem damals noch vorhandenen Zebrastreifen von einem Auto angefahren. In der Folge hatte der Ortsrat eine Ampelanlage gefordert, die dann im September 2006 auch in Betrieb ging. „Seitdem ist glücklicherweise nichts passiert“, sagt K.B.s stellvertretender Ortsbürgermeister, der den Verkehr an der Einmündung täglich von seinem Fenster aus im Blick hat.

Jeden Tag passierten sehr viele Kinder den Kreuzungsbereich auf dem Schulweg, so Schröder – eine Bushaltestelle liegt an der Dorfstraße, die andere an der Heinrich-Könecke-Straße. Oft seien sie dabei in Eile und gelegentlich auch unaufmerksam. Diese Kinder aber müssten, sollte ein Kreisel gebaut werden, die Straße ungeschützt überqueren, mahnt Schröder. „Genau diese Kinder wären ohne Ampel erheblichen Gefahren ausgesetzt. Das kann niemand ernsthaft in seinen Überlegungen übergehen“, kritisiert er die Forderung nach einem Verkehrskreisel, von dem sich seine Ortsratskollegen einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss erhoffen.

Als Gefahrenquelle bei einem Verkehrskreisel sieht Schröder dabei vor allem die Rechtsabbieger in Richtung Altwarmbüchen und F.B. Diese würden dann sicherlich „gern mal schnell durchrauschen“, ohne dass eine rote Ampel sie bremse. Das künftige Verkehrskonzept für die zu sanierende Dorfstraße sei hingegen auf eine Verkehrsberuhigung angelegt. Ausgerechnet an dem notorischen Gefahrenpunkt des Abzweigs der K114 den Autoverkehr zu beschleunigen, „das macht überhaupt keinen Sinn“.

Von Frank Walter

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