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Isernhagen Neue Hortgruppe kann erst später starten
Umland Isernhagen Neue Hortgruppe kann erst später starten
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17:08 24.07.2018
Per Schreiben hat der Kirchenkreis die Eltern informiert, dass die neue Hortgruppe in der Alten Schule in Kirchhorst erst später starten kann. Quelle: Frank Walter
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Kirchhorst

Die von vielen berufstätigen Eltern heiß ersehnte neue Hortgruppe in Kirchhorst kann voraussichtlich erst Anfang September ihren Betrieb aufnehmen. Der Grund ist die noch ausstehende Baugenehmigung der Region Hannover. Die betroffenen Eltern stellt die Verzögerung vor Probleme.

Sechs Sätze lang ist die Mitteilung des Kirchenkreisamtes Burgdorfer Land, die die Kirchhorster Eltern erreicht hatte. Etwas ausführlicher ist eine Presseinformation, die das Rathaus nun versandt hat.

Der Isernhagener Rat hatte im März dem Drängen vieler Eltern nachgegeben, eine dritte Hortgruppe für Kirchhorst mit 20 Plätzen zu realisieren. Dafür soll der bisherige Toberaum des Jugendtreffs in der Alten Schule umgebaut und als Ersatzfläche für den Jugendtreff dann ein Container aufgestellt werden. In der Alten Schule muss eine Wand durchbrochen und eine neue Tür eingebaut werden. Wegen der Veränderung des Grundrisses geht dies nicht ohne Erlaubnis der Bauaufsichtsbehörde. „Die hierfür erforderliche Baugenehmigung wurde frühzeitig bei der Region Hannover beantragt. Leider konnte die Region die Baugenehmigung jedoch nicht rechtzeitig erteilen“, teilte die Gemeinde schriftlich mit.

Die Region spricht von einem komplexen Thema, es gehe um geänderte Anforderungen an die Statik und auch den Brandschutz. Die letzten notwendigen Unterlagen lägen seit Mitte Juli vor, zurzeit laufe noch die Abstimmung mit dem Brandschutz. „Wir sind dran, aber das dauert leider seine Zeit“, so Regionssprecher Klaus Abelmann.

Sie selbst, so die Gemeinde, sowie der Träger, der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, hätten „alles in ihrer Macht Stehende getan, um einen erfolgreichen Start im August zu ermöglichen.“ Die Personalsuche, wegen des leergefegte Erzieher-Marktes im Vorfeld noch als Hauptproblem erachtet, hatte sich dabei laut Kirchenkreis überraschenderweise als relativ unkompliziert erwiesen, da es auch interne Bewerbungen gegeben habe.

Die neue Hortgruppe hatte ursprünglich zum Beginn des neuen Kita-Jahres Anfang August starten sollen, doch dieser Termin ist nun nicht zu halten: „Die zusätzliche Hortgruppe in Kirchhorst startet voraussichtlich zum 3. September“, so die Gemeindeverwaltung. Sie bittet ebenso wie der Kirchenkreis die betroffenen Eltern um Verständnis für die Verzögerung.

Auf Elternseite haben sich Betroffene haben in einer WhatsApp-Gruppe zusammengeschlossen, das Verständnis hält sich dabei in Grenzen. „Fassungslosigkeit, Verzweifelung, Verärgerung“ – so fasst Monika Bruns als selbst betroffene Mutter und Kuratoriumsvorsitzende der Kita St. Nikolai die Stimmung zusammen. Die Eltern hätten erhebliche Schwierigkeiten, den August zu überbrücken – und lebten außerdem mit der Unsicherheit, ob der Start Anfang September dann auch wirklich gelinge. Sie selbst müsse beispielsweise ihre Stundenzahl im Job reduzieren, um ihre älteste Tochter betreuen zu können. Die erste Idee, für den Übergang andere Räume als Hort zu nutzen, sei laut Monika Bruns leider nicht zu verwirklichen – auch dafür brauche es eine Betriebsgenehmigung. Nun versuchten sich die Eltern gegenseitig bei der Betreuung ihrer Kinder zu helfen.

Wem durch die Verzögerung letztlich ein finanzieller Schaden entsteht, war kurzfristig nicht in Erfahrung zu bringen. Immerhin muss das für die Hortgruppe eingestellte Personal bezahlt werden, ohne dass die Eltern bereits die Betreuungsverträge unterschrieben hätten und daher beitragspflichtig wären.

Kirchhorst Ortsbürgermeister Herbert Löffler kritisierte am Dienstag den Umgang der Verwaltung mit Rat und Ortsrat, die sich für die Horterweiterung stark gemacht hatten. Er hätte sich zumindest eine kurze Mitteilung aus dem Rathaus gewünscht, statt über Dritte von der Verzögerung zu erfahren.

Von Frank Walter

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